Oftersheim

Heimat- und Kulturkreis Der Arbeitskreis bastelt individuelle Anhänger mit der Knüpftechnik Makramee / Mitglieder besuchen bald eine Bäckerei und einen Imker

Bunte Federn mit Holzperlen verziert

Archivartikel

Oftersheim.Verschieden farbige Wollknäule, Scheren, Bürsten und Kämme in unterschiedlichen Formen und Größen lagen am Mittwoch bereit, als die Frauen des Arbeitskreises Volkskunde und Brauchtum des Heimat und Kulturkreises zum Bastelnachmittag in die Mannheimer Straße kamen.

Die 17 Frauen des Arbeitskreises treffen sich einmal im Monat, basteln beispielsweise die Dekoration für den Oster- und den Weihnachtsmarkt, und machen immer mal wieder auch Ausflüge. „Wir machen auch immer die Osterkrone und Sträuße“, erklärte Yvonne Wierer, die seit zwei Jahren den Arbeitskreis leitet, im Gespräch mit unserer Zeitung. Mitglied sei sie, wie viele der Frauen, seit der Gründung im Jahr 1983. Am Mittwoch zeigte Gudrun Grühn wie man aus ein bisschen Wolle bunte Federn basteln kann. Schritt für Schritt erklärte sie den Mitgliedern und Gästen, was zu tun ist. Das kommt beim Arbeitskreis Volkskunde und Brauchtum häufig vor: Wer etwas kann, zeigt den anderen in einem Workshop, wie es geht und so machen die Frauen aus verschiedenen Materialen immer wieder Neues. Gäste seien bei solchen Bastelnachmittagen selbstverständlich auch immer Willkommen.

Beschäftigung an Regentagen

„Fast jeder von uns hat auch Enkelkinder und natürlich sind wir froh, wenn wir neue Ideen zum Basteln gezeigt bekommen und unsere Enkel dann an einem langweiligen Regentag beschäftigen können“, meinte Elfriede Vobis, während sie fleißig die Fäden zurechtschnitt.

So seien auch die Federn ein toller Einfall und darüber hinaus auch einfach herzustellen. An einen Faden Wolle werden mit Makramee-Technik ungefähr 30 gleich große Fäden immer paarweise geknotet. Dazu formten die Frauen mit den Fäden zwei Schlingen und zogen die Enden der kurzen Wollstücke hindurch. „Es ist sehr wichtig, die Querlagen immer nach unten zu schieben. Sie müssen richtig schön fest sitzen“, meinte Grühn. Wie groß die Feder am Ende werde, sei jedem selbst überlassen. Anschließend schnitten die Frauen ihre Federn in Form – manche ließen sie eher breit, andere schmal. Der letzte Schritt sei laut Gudrun Grühn dann das Ausbürsten. Mit einem Kamm oder einer Bürste aus Holz oder Metall werden die einzelnen Fäden nacheinander ausgekämmt und fertig ist die wuschelige Feder. Wer zum Schluss wollte, konnte sein Werk mit einer Holzperle noch etwas aufwerten.

„Diese Federn aus Wolle kann man als Anhänger benutzen, zum Beispiel für eine Tasche oder einen Schlüssel. Aber auch als Lesezeichen oder einfach zur Dekoration sind sie super“, sagte Grühn. „Wir haben uns von Anfang an getroffen und haben gebastelt“, meinte Wierers im Gespräch. Der Arbeitskreis an sich habe sich kaum verändert und sei immer noch aktiv. Als nächstes stehen ein Ausflug in eine Bäckerei und zu einem Imker auf dem Programm.

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