Oftersheim

Im Interview Die „Holy Groovy Ladies“ bereiten sich auf ihren Auftritt beim evangelischen Basar im Oktober vor / Gruppe trifft sich auch mal außerhalb der Proben

Choreographie und Kostümanproben sorgen für Spaß

Oftersheim.Die „Holy Groovy Ladies“ schwingen die Hüften, sind voll im Takt und bieten synchronen Augenschmaus beim alle zwei Jahre stattfindenden Basar der evangelischen Kirchengemeinde. In diesem Jahr ist es wieder so weit und ein Basartermin steht im Herbst auf dem Plan. Eine Änderung gibt es 2019: Am Samstag ist der übliche Showabend mit Kabarettist Chako Habekost besetzt. Die tanzfreudigen Damen basteln somit an einer Choreographie und dem Outfit für das Bühnenprogramm am Sonntagnachmittag. Wie es überhaupt dazu kam, dass sich eine Hausverwalterin, eine Eventmanagerin, einige Erzieherinnen, eine Apothekerin und eine Finanzbeamtin sowie Verwaltungsfachangestellte zur Tanzgruppe zusammengefunden haben, davon berichtet Martina Aßmann (kleines Bild), die Sprecherin der „Ladies“.

Wie kam es zur Gründung der „Holy Groovy Ladies“?

Martina Aßmann: Zunächst war 2006 eine beständige projektbezogene Tanzgruppe nicht geplant. Für die Vorbereitungen zur ersten Basar-Show formierte sich ein kleines Team, das überlegte, wie ein Abendprogramm attraktiv gestaltet werden könnte, eine Tanznummer gehörte dazu. Es fanden sich zehn tanzwütige Damen aus der Gemeinde, die damals in der Jugendarbeit tätige und balletterfahrene Jessica Heck konnte für die Leitung gewonnen werden. Nach dem ersten Auftritt lautete das Credo der Mehrheit: „Also bis in zwei Jahren.“ Es gab jedoch auch Damen, die vom Lampenfieber ausgebremst mit der eigenen Leistung nicht zufrieden waren. Diese wollten keinen weiteren Auftritt mehr wagen. Nach jedem Auftritt suchen wir also wieder neue Leute und treten so in stets wechselnder Besetzung auf.

Wie kam es zur Namensgebung?

Aßmann: Unseren Namen haben wir erst seit 2010, damit der Moderator eine klare Ansage machen konnte. Zudem haben wir uns selbst als Gruppe damit eine eigene Identität gegeben. Die Geburtsstunde war zu Beginn eines Trainings, mit einem Warm-up, das im Gehirn, also als Brainstorming begann. Vorschläge haben wir gesammelt und uns demokratisch für „Holy Groovy Ladies“ entschieden, wobei „Holy“ im weiteren Sinne für Kirche gemeint ist, da sich der Gruppenkern mit der Kirche verbunden fühlt.

Wer ist der Ideengeber, wenn es um die Choreographie und das Outfit geht?

Aßmann: Für die Choreographie steht mittlerweile zum dritten Mal Eva Baier in der Verantwortung. Unterstützung gibt es von der ehemaligen Mittänzerin Renate Löhr-Knoth. Dazu kommt Elke Wieder als „Outfit-Koordinations-Managerin.“ Früher konnte das Outfit schnell geklärt werden, weil man sich mit Jeans, Hemd und Schuhen aus dem Kleiderschrank begnügte. Mit den gestiegenen Ansprüchen heißt es nun, von Shop zu Shop zu rennen, um die passenden Größen des gleichen Modells zu ergattern oder Internet-Bestellungen hin und her zu schicken. Spätestens nach der dritten Probe haben wir sowohl bei der Diskussion über die Choreographie als auch bei den Anproben viel Spaß.

Wie oft wird geübt?

Aßmann: Wir üben ab Januar wöchentlich eine Stunde an einem festen Tag außerhalb der Ferienzeiten.

Es gibt nur einen Auftritt beim Basar?

Aßmann: Wir sind grundsätzlich bei rechtzeitiger Anfrage auch für weitere Auftritte offen, sofern wir von der Anzahl her eine auftrittsfähige Truppe hinbekommen. Letztes Jahr hatten wir noch zwei weitere Performances, einmal bei einer runden Geburtstagsfeier und bei einer Vereinsfeier. Der Verpflichtungscharakter fehlt aber bewusst.

Im Jahr 2019 wird der Basar ein wenig verändert, was heißt das für die „Holy Groovy Ladies“?

Aßmann: Tatsächlich steht eine notwendige, konzeptionelle Veränderung des Basars an, die die „Holy Groovy Ladies“ jedoch nur von der Auftrittszeit her betrifft, weil samstags anstelle der gewohnten Show der Kabarettist Chako Habekost kommt. Somit treten wir ganz einfach am Sonntagnachmittag auf. Wir vertrauen, was die Choreographie und Liedauswahl betrifft, ganz auf Eva und Renate, sie verstehen es, das Beste aus uns rauszuholen. Was wir zeigen werden, bleibt noch geheim – Auflösung am 27. Oktober.

Haben die Frauen noch Lampenfieber?

Aßmann: Ohne Umschweife kann ich da für alle ganz entschieden nicken. Da wir alle keine Profis sind, uns nur kurzzeitig und vorübergehend im Amateurstatus befinden und teilweise kaum über Bühnenerfahrung verfügen, ist das Lampenfieber kurz vor dem Auftritt immens und der zur Linderung vorgesehene bereitgestellte Sekt keine wirkliche Hilfe, wie wir jedes Mal irritiert feststellen müssen.

Was kommt nach dem Auftritt?

Aßmann: Für einige ein richtiges Loch, weil sie das wöchentliche Training und Treffen vermissen; doch freuen wir uns erstmal, das Ziel erreicht zu haben und dann schauen wir einfach mal, was so auf uns zukommt.

Macht ihr auch außerhalb der Trainings etwas gemeinsam?

Aßmann: Letztes Jahr hatten wir einen Videoclipabend organisiert, bei dem alle Auftritte seit dem Bestehen zu sehen waren. Das war ein richtiges Highlight, weil die Veränderungen und Entwicklungen auf diese Weise gegenübergestellt waren. Ein toller Abend. Ansonsten tauschen wir uns permanent in einer Whats-App-Gruppe aus und verabreden uns mal spontan. Auf die Malediven haben wir es bisher zwar noch nicht gemeinsam geschafft, aber immerhin zum Schwetzinger Weihnachtsmarkt. Wir freuen uns jetzt auf jeden Fall schon sehr auf den Basar im Oktober! zesa

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