Oftersheim

Katholische Kirchengemeinde Kiliansfest mit Herz würdigt die Arbeit der Ehrenamtlichen / „Groove Box“ spielt Hits

Dankeschön für das Wirken

Oftersheim.Beim Patrozinium in der Pfarrei St. Kilian stand nicht nur jener Frankenapostel im Mittelpunkt, dem bereits 1496 die bescheidene Oftersheimer Dorfkapelle bis zur Reformation geweiht war, auch das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Gemeindemitglieder erfuhr an diesem Tag eine besondere Würdigung.

Im Jahr 2010 wurde vom damaligen Pfarrgemeinderat das Kiliansfest zu Ehren des Heiligen und als Ort der Begegnung nach dem Festgottesdienst im schmucken Kirchgarten zwischen Kirche und Pfarrhaus aus der Taufe gehoben, dessen Ambiente dafür wie geschaffen ist.

Anerkennung und Wertschätzung

Das Gemeindeteam als Nachfolgegremium vor Ort hatte dieses Fest 2016 erstmals zum Anlass genommen, den vielen freiwilligen Helfern vor und hinter den Kulissen der verschiedenen pfarrlichen Aktivitäten im Jahreslauf ein herzliches „Danke“ auszusprechen – so kam das „Herz“ hinzu. Kein schnödes Helferfest soll es sein; die Gottesdienstbesucher und insbesondere alle ehrenamtlich Tätigen sollen bei dieser Gelegenheit in anmutiger Umgebung im Schatten der St. Kilianskirche Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren als wesentliche Basis des Gemeindelebens und im Geiste der Liebe Gottes.

Ehrenamt und Engagement – diese Begriffe fanden sich auch im Gottesdienst wieder, der von Pfarrer Udo Mayer zelebriert und vom Kirchenchor „Cäcilia“ musikalisch begleitet wurde, unter anderem mit „Schau auf die Welt“. An Stelle einer Predigt führte Daniela Weissmann vom Gemeindeteam in einem Impuls Beispiele auf, wie vielfältig und belebend die Mitarbeit in der Pfarrei aussehen kann, auch wenn sie bisweilen Mut und Stehvermögen erfordert.

Ausgehend vom Beispiel des heiligen Kilian, der als irischer Mönch und als Bischof den christlichen Glauben ins fränkische Land brachte und schließlich für seine Überzeugung im Jahr 689 in Würzburg zusammen mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan das Martyrium erleiden musste, so müsse man auch im eigenen Umfeld immer wieder Enttäuschungen verkraften, dürfe sich aber davon nicht entmutigen lassen: „Wir können also dankbar sein, dass so viele Menschen in unserer Kirchengemeinde, ähnlich wie der heilige Kilian und Jesus, durch die Gaben des Heiligen Geistes immer wieder aufs Neue andere Menschen begeistern, mitreißen und motivieren.“

Aus dem Leben des Apostels

Nach dem Schlussgesang „Ein Haus voll Glorie schauet“ lud Pfarrer Mayer die Gottesdienstbesucher ein, im eigenen Gotteshaus die Darstellungen in den drei Chorfenstern aus den Jahren 1957 bis 1959 näher zu betrachten, insbesondere im rechten mit den Szenen aus dem Leben Kilians und seiner Gefährten.

Mit dem Dank an alle Mitwirkenden verband er die Einladung zum Fest draußen vor der Kirche. Zu den Klängen der „Groove Box“ Acoustic-Band mit Songs aus den 1960er und 1970er Jahren verweilten die Gäste noch lange bei Currywurst und erfrischenden Getränken in der Abendsonne. hps

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