Oftersheim

Evangelische Kirchengemeinde Gottes Wort kann Menschenherzen erreichen, bewegen oder verändern / Segenserfahrungen – wenn man danach handelt

Das ist viel mehr als ein gut gemeinter Rat

Archivartikel

Oftersheim.„Auf ein Wort“ – so leiten wir manchmal ein Gespräch ein, wenn wir etwas Wichtiges mitteilen wollen. Mal um zu korrigieren. Mal um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nicht immer passt einem solch ein ernstes Gespräch. Gerne wird das dann herunter gespielt: „Dein Wort in Gottes Ohr“ ist so eine ausweichende Antwort. Wir deuten damit an, dass wir anderer Meinung sind. Das wir das nicht glauben.

„Auf dein Wort höre ich“, sagt Simon Petrus. Auf dein Wort hin handele ich, zeigt Petrus. Und geht direkt zu Boot und See. Petrus und seine Fischerkollegen hatten nichts gefangen. Die ganze Nacht. Doch dann kommt ein Zimmermann daher und redet ihnen in die Erfahrung.

Aber weil Simon Petrus schon so viele gute Erfahrungen gemacht hat mit diesem vollmächtig redenden Jesus, deshalb hört er auf dieses Wort. Simon sprach: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Nicht umsonst! Sie fangen eine solche Menge an Fischen, dass die Netze zu reißen beginnen. Ein zweites Boot eilt zu Hilfe. Übervoll beladen drohen beide Boote zu sinken. Was für ein Segen!

Und es geschah so

Auf dein Wort hin handle ich! Es lohnt sich. Das weiß nicht nur ein einfacher Fischer. Bis heute handeln viele Menschen auf Gottes Wort hin. Denn dieses Wort ist verlässlich. Auf Gottes Wort hin entstand die Erde. Das Weltall. Der Mensch. Er sprach und es wurde! Dieses Wort hat Kraft, hat Macht. Kann Menschenherzen erreichen, bewegen oder verändern. „Sprich nur ein Wort, dann wird mein Knecht gesund“ (Matthäus 8,8). Daran glaubte ein Hauptmann aus Kapernaum. Und es geschah so.

Menschenwort und Gotteswort unterscheiden sich; keine Frage. Und wenn wir auf Gottes Wort hören, werden wir ihn erleben. In seiner Vollmacht. In seiner Treue. Aufgrund seiner Verheißungen. Auf sein Wort ist Verlass! Weil die Autorität des Höchsten dahinter steht, können wir auch davon sprechen. Seine Worte weitersagen. Damit haben wir gute Worte für andere Menschen. Starke Worte. Tröstende Worte. Worte, auf die zu hören es sich lohnt. Denn Menschen, die danach handeln, erfahren Segen.

Gott hat hilfreiche und heilsame Worte, die sind mehr als ein gut gemeinter Rat. Sie zeigen den gottgewollten Weg. Gottes Wort im Alltag zu erkennen, ist sicher nicht immer leicht. Aber wir haben sein Wort, die Bibel. Und in den stillen Zeiten, die wir uns immer wieder einräumen sollten, können wir oft besser hören, was die leisen Worte des göttlichen Geistes uns sagen möchten. Oder wir können um das Wort bitten. Nicht als Ansage einer Rede bitte ich um das Wort, sondern weil ich mir von Gott wünsche, dass sein Wort mich erreicht. Bitten Sie um das Wort, das Gott in Ihre Situation sprechen soll. Dass Sie es verstehen, um danach zu handeln. Hörer des Wortes wollen auch Handelnde des Wortes sein. Auf sein Wort hin die Netze auswerfen, auf sein Wort hin den Segen empfangen. Und weitergeben!

Gedanken zum fischenden Petrus

Segen empfangen wir immer wieder durch wunderbare Gedanken unserer Vikarin Sophia Leppert. Auch sie hat sich im Gottesdienst am Sonntag – übrigens sehr gut besucht – Gedanken zum fischenden Petrus gemacht und diese in einen wunderbaren Dialog mit Kirchengemeinderat Johannes Haid gebracht.

Segen empfangen und weitergeben: Von dem, was alles jetzt allmählich wieder möglich ist, haben wir schon oft geschrieben. Bei manchem sind wir noch sehr vorsichtig, vor allem, um die besonders Verletzlichen zu schützen. Über manches freuen wir uns sehr. Dass zum Beispiel in unserem Gemeindehaus allmählich wieder Musik erklingt – das ist für mich ein Segen.

Immer noch ist unsere Kirche täglich geöffnet. Montags, mittwochs und freitags ist von 12 bis gegen 12.30 Uhr eine hauptamtliche Person vor Ort. Kommen Sie gerne zum Gespräch oder um sich (mit Abstand) segnen zu lassen. Zünden Sie auch gerne eine Kerze an und genießen Sie die Stille in Gottes Raum der Barmherzigkeit. Von den landeskirchlichen Angeboten in der Corona-Zeit haben wir auch schon oft geschrieben. Unter www.ekiba.de/kirchebegleitet finden Sie eine gut geordnete Zusammenstellung von allem.

Herzliche Grüße aus dem Pfarramt, auch Sibylle Rolf und Sophia Leppert, schickt Ihr Tobias Habicht.

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