Oftersheim

Ferienbetreuung Gemeinde bietet Hort auch in der Urlaubszeit an / Acht Betreuer spielen mit den 128 Kindern und veranstalten Ausflüge

Das Posthorn ruft zum Mittagessen

Oftersheim.Juhu, es sind Sommerferien! Die Schulkinder haben sechs Wochen frei und jubeln - ihre Eltern müssen oft einen Teil dieser Zeit arbeiten, bevor es auch für sie heißt: ab in den Urlaub! Die Gemeinde bietet alljährlich nicht nur in den "langen" Ferien Spiel, Spaß, Erlebnis - und ganz wichtig: Betreuung - an. Alle Kinder, die teilnehmen am bunten Programm, sind in der Kernzeit- oder Hortbetreuung der Gemeinde angemeldet.

Für Kinder, die üblicherweise in den Hort gehen, sind die Tage, an denen sie das Jahr über länger betreut werden, auch in der Ferienbetreuung abgedeckt, Kernzeitbetreute werden um 13.30 Uhr abgeholt. Das bietet den Eltern dreieinhalb Wochen im Sommer die Sicherheit, dass der Nachwuchs qualifiziert und doch mit Spaß betreut ist. "Wir starten um 7.30 Uhr", erklärt Elisabeth Grimm, Leiterin der Betreuung an der Friedrich-Ebert-Schule. In diesem Jahr findet das Ferienprogramm in der Theodor-Heuss-Schule (THS) statt, es sind 128 Kinder gemeldet, dazu kommen acht Betreuer - Elisabeth Grimm, Karlheinz Alt, Susanne Eickmeier, Adrijana Mitter, Martina Llama, Sandra Mettendorfer, Daniela Walter und Andrea Siegel-Partl, und bis zu vier Ferienjobber, die nach den Kindern sehen.

So viele Kinder scheinen es bei unserem Besuch gar nicht zu sein. "Immer ein Teil ist an zwei Tagen wöchentlich zu Ausflügen mit dem ÖPNV oder mit dem Rad unterwegs, der Rest bleibt in der Schule", schildert Grimm das System, das Ausflüge, kreative Angebote, Toben und Basteln beinhaltet. Ach so, damit erklärt sich der überschaubare Anteil von etwa 40 Kindern und zwei Betreuern an diesem Vormittag in der Schule. Frühstück bringen alle Kinder selbst mit, das hatten sie gerade beendet, der Caterer für die Hortkinder bringt das Mittagessen.

"Fußball geht immer"

Das grobe Thema "Fahrrad" ist in diesem Jahr ans Jubiläum des Fahrrades angelehnt - ein Motto haben die Ferienwochen aber immer. Mit Bezug aufs Thema organisiert das Team die Ausflüge und Angebote an den Betreuungsorten. Ist das ein großer Aufwand? "Ja, aber es macht auch viel Spaß mit den Kindern", erklärt Elisabeth Grimm lachend. Auf drei Rädern sind im Hof Ann-Luca und Carla unterwegs: Die "Viking-Foot-Twister" laden zum Flitzen ein.

Und, wie gefällt den beiden die Ferienaktion? "Super, wir sehen viel Freunde in der Zeit und wir fahren ja auch noch in Urlaub - danach", sagt Carla, die mit der Familie unter anderem auf einen Bauernhof fährt. Ann-Luca erzählt: "Für mich geht es in den letzten beiden Ferienwochen nach Italien." Das Wetter passt und viele Jungs spielen Fußball mit Karlheinz Alt. "Fußball geht immer", schildert der, dass er früher aktiver Kicker war und jetzt viel Freude daran hat, dass sie Kids auch gerne Fußball spielen. Der rüstige Rentner liebt diese Aufgabe, mit den Schülern zusammen Zeit zu verbringen, mit Legosteinen zu bauen.

Oder etwa sie zu verblüffen, indem er aus einem Stück Gartenschlauch und einem Haushaltstrichter mit etwas Klebeband ein Posthorn baut, "Damit 'rufe' ich immer zum Mittag", erklärt er lachend und lässt das Horn erklingen. "Nee, noch kein Essen oder Ende", sagt er lachend zu zwei Jungs die "wie gerufen" ankommen, "das war nur für die Presse." Am Kicker im Schulfoyer spielen Jonas und Hendrik, Maja schaut zu. Begeistert berichten sie von Ausflug am Vortag in den Luisenpark in Mannheim: "Da gibt es ganz viele Spielplätze", am besten gefiel allen der Wasserspielplatz, "wir hatten ja auch extra Handtücher dabei."

Malen mit Schatten

Dann scheint die Sonne endlich ein wenig in den Schulhof und Elisabeth grimm kann ihre Idee der Schattenbilder umsetzen, selbstredend mit den Schatten eines Fahrrads. Dazu holt sie ihren eigenen Drahtesel - ritzerot mit rotweiß gepunktetem Sitzbezug - in den Hof und zeigt, wie es geht. Tamina, Leah, Nick, Anna, Lara, Ann-Luca und Carla zücken die Stifte und das weiße Papier, schieben die Blätter vorsichtig hin und her, bis der Ausschnitt passt. Den fahren sie dann vorsichtig mit dem Bleistift nach. Später kann man diese Schablone mit Farbe ausmalen oder sie einfach als Ratebild benutzen.

"Wir hatten uns alle Räder der Kinder, denn zum Radausflug bringt jeder das eigene mit, angeschaut. Aber alle waren okay, sonst hätten wir eine Reparaturwerkstatt gemacht", erläutert Elisabeth Grimm, dass aber die vielen Einräder noch einen Blick abbekommen und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Langsam neigt sich der Vormittag dem Ende zu. Die Kids waren schon im Kletterwald in Speyer, im Luisenpark und bei der Formula-Student auf dem Hockenheimring, es geht noch zum Tierpark in Rheingönnheim und zu vielen Abenteuern in und um Oftersheim.

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