Oftersheim

St. Kilian Cäcilienchor unter der Leitung von Tamara Ibragimowa gestaltet den Festgottesdienst

Die Finsternis wird erhellt

Archivartikel

Oftersheim.Der Cäcilienchor unter der Leitung von Tamara Ibragimowa, der vor wenigen Wochen sein 110-jähriges Bestehen mit einem schönen Jubiläumsfest gefeiert hatte, trug maßgeblich zur stimmungsvollen Atmosphäre des Festgottesdienstes am ersten Weihnachtsfeiertag in der katholischen St. Kilianskirche bei. Zwei große Tannenbäume, geschmückt mit Sternen und Lichtern, standen rechts und links des Altars. Eine wunderschön und perfekt vorgetragene Messe von Charles Gounod sowie weitere Weisen waren ein passender Begleiter zu den Worten von Pfarrer Walter Sauer, der den Gottesdienst leitete.

Er erinnerte die Kirchengemeinde daran, dass Gott die Menschen zu allen Zeiten auf ihren Wegen – auch auf der Flucht – begleitete. Die Propheten machten Hoffnung und an Weihnachten sei mit Jesu Geburt die Zusage wahrgeworden: Gott wird Mensch – ein Wort, das Mut mache. Deshalb gehe Christus – der kommt, um uns Frieden zu schenken – zu all jenen Menschen, die Trost brauchen. Christus, der Retter ist da, der uns erlöst. Das feiern wir heute“, sagte Pfarrer Sauer in seiner Predigt.

Gott zeigt den Menschen den Weg

Deshalb leuchteten auch die Lichter hell. Sie sollen ein Zeichen sein, dass Christus gekommen ist, „um alle Finsternis hell zu machen, dass das Licht in die Herzen hineinleuchtet, dass man tief im Herzen spüre: Ich muss keine Angst haben, ich bin geliebt“. Gott will den Menschen Frieden schenken und sagen: „Ich bin der Weg, wenn du nicht weiter weißt.“

Und dieses Gefühl, rief der Pfarrer auf, sollten die Besucher nach dem Gottesdienst, dessen Kollekte für Lateinamerika bestimmt war, aus der Kirche hinaus weitertragen. „Es ist das Gefühl, dass man keine Angst haben, weil man spürt, dass man geliebt wird, dass jemand da ist, der Frieden schenken will.“ Daher werde auch das Lied „Christ, der Retter ist da“ gesungen, denn wenn dieser Glaube in uns lebe, könnten Gesichter strahlen. Man könne einander an die Hand nehmen und damit vermitteln: „Ich gehe ein Stück des Weges gemeinsam mit dir.“

Mit den Liedern „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „O du fröhliche“ endete der Gottesdienst, der neben der Krippenfeier und der Christmette an Heiligabend sowie der Eucharistiefeier am zweiten Weihnachtsfeiertag zu den Angeboten der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian während der Feiertage gehörte. az

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