Oftersheim

Discjockeys haben eine lange Geschichte

Archivartikel

Als DJ (Abkürzung von englisch disc jockey) oder Discjockey wird eine Person bezeichnet, die auf Tonträgern gespeicherte Musik in einer individuellen Auswahl vor Publikum abspielt. Allgemein wird dafür der der Begriff „Auflegen“ (von „Schallplatten auflegen“) verwendet. Weibliche DJs werden oft als DJane, seltener als She-DJ bezeichnet. So steht es in Wikipedia geschrieben.

Bereits Weihnachten 1906 kam bei der ersten Radioübertragung an der amerikanischen Ostküste eine Schellackplatte zum Einsatz. Als erster Vollzeit-DJ gilt Elman B. Meyers in New York (1911), als erster Star-DJ, auch in New York, Martin Block (um 1935). Nach der Erfindung der Langspielplatte 1948 wurde aus DJs ein Mythos der Popkultur. In den 1970er Jahren, mit dem Aufkommen der Discomusik in den USA, veränderten sich bald die Techniken. Statt der Ansagen wurden rhythmische Elemente bestimmend, es entstanden die ersten Club-Mixe, verlängerte Versionen der Songs. Die DJs begannen, die Beats der Lieder mit derselben Geschwindigkeit ineinander zu mixen, was in der elektronischen Tanzmusik bis heute gängig ist.

Mit dem Rap und Hip-Hop der 1980er und dem Techno der 1990er Jahre emanzipierten sich DJs als Klangkünstler und Produzenten. In der DDR wurden sie gesetzlich als Schallplattenunterhalter (SPU) bezeichnet. Jeder zukünftige SPU musste einen Eignungstest bestehen und einen einjährigen Grundlehrgang mit staatlicher Prüfung durchlaufen. Anschließend wurde eine Spielerlaubnis erteilt. Nur der „staatlich geprüfte Schallplattenunterhalter“ durfte vor Publikum spielen. az

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