Oftersheim

Tag des Waldes Mit einem Spaziergang in der freien Natur kann man den Herausforderungen der modernen Gesellschaft begegnen

"Doktor Wald" ist offen, schön und regt an

Oftersheim.Welchen Nutzen hat der Wald für eine zunehmend städtisch geprägte Gesellschaft? Dieser Frage geht der der 33. Tag des Waldes in der Hardtgemeinde am Sonntag, 10. September, ab 10 Uhr nach.

"Viele Menschen glauben, der Gang ins Fitnessstudio bringt den gleichen Effekt wie ein Waldspaziergang", erläuterte Forstdirektor Sebastian Eick. Neueste Untersuchungen aber hätten ergeben, dass sich das typische Gefühl der freien Natur durchs nichts ersetzen lässt. Deshalb hatten wir die Idee, die Veranstaltung in diesem Jahr unter das Motto ,Wald und Gesundheit' zu stellen", ergänzt er. Viele denken automatisch ans Joggen oder den guten alten Trimm-dich-Pfad. Doch das sei nur ein Aspekt, meint Ulrike Riedl vom Kreisforstamt. "Viel wichtiger ist die positive Aufwirkung auf Geist und Seele."

Dem Stress keine Chance

Deshalb hat man auch Professor Dr. Ulrich Schraml von der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg mit ins Boot geholt. Er ist Leiter der Abteilung Wald und Gesellschaft und weiß: "Ein Waldbesuch hat nicht immer Spaß gemacht. Heute wissen wir, dass Wald viel mehr ist als gute Luft und attraktiver Bewegungsraum." Lärm, Feinstaubbelastung, Bewegungsmangel oder Stressbewältigung seien Herausforderungen der modernen Gesellschaft, denen sich perfekt mit Wald begegnen lasse. "Der ,Doktor Wald'", so die Meinung des Experten, "braucht nicht so abschreckend zu sein wie der Zahnarzt oder einst die Sonntagsspaziergänge im feinen Zwirn. Wald ist offen, Wald ist schön, Wald regt an", appelliert er an die Bürger.

Die Schwetzinger Hardt ist auch Teil des Forschungsprojekts "Urbane Waldwirtschaft" vom Rhein-Neckar-Kreis. Die Initiatoren erwarten sich davon Hinweise und Empfehlungen zur weiteren Bewirtschaftung und wie die Erholungsfunktion der Hardtwälder noch optimiert werden kann. Mit dem Forschungsprojekt verknüpft ist eine Umfrage, die noch bis Ende September - also über den Tag des Waldes hinaus - läuft. Mit ihrer Hilfe möchte man in Erfahrung bringen, wie Waldbesucher die Schwetzinger Hardt nutzen und bewerten. Online beteiligen unter www. schwetzingerhardtwald.de kann sich jeder. Am 10. September stehen auch Mitarbeiter des Rhein-Neckar-Kreises vor Ort bereit, um die Besucher bei der Umfrage zu unterstützen, die weniger vertraut sind mit dem Internet.

Für alle Generationen

Erneut haben die Organisatoren des Waldtags über diese Informationen hinaus ein abwechslungsreiches Programm zum Thema "Wald und Gesundheit"zusammengestellt, das allen Generationen gerecht werden und keine Langeweile aufkommen lassen sollte.

Für die Stärkung der Besucher sorgen acht Vereine mit ihrem kulinarischen Angebot. Und sicherlich spricht Ulrike Riedl vielen Fans vom Tag des Waldes aus dem Herzen, wenn sie sagt. "Ich habe schon immer das vielfältige Angebot geschätzt. Ich freue mich darauf."

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