Oftersheim

Futter Es gibt Alternativen zu den Eicheln

Eichhörnchennicht bedroht

Oftersheim.Auf heiße Sommer folgen kalte Winter, besagt ein altes Sprichwort. Hart scheint er in jedem Fall für die Eichhörnchen zu werden. Tierschützer sind besorgt. Sie prognostizieren, dass die possierlichen Tierchen vom Hungertod bedroht seien. Was ist dran an dieser alarmierenden Nachricht?

Förster Jonas Petermann vom Kreisforstamt erklärt die Situation: „Als Reaktion auf den Stress bilden viele Baumarten in diesem Jahr besonders viele Früchte, um für den Fall, dass sie absterben, noch ausreichend Saatgut für Nachkommen zu hinterlassen. Die Bildung von Samen ist ein weiterer belastender Kraftakt für die Bäume. Deshalb wurden vor allem Eicheln zu früh und unreif abgeworfen.“ Insofern können sie auch früher von den Eichhörnchen gesammelt werden. Viele der zu früh abgeworfenen Eicheln sind aber nicht vollständig ausgereift. Somit ist es möglich, dass weniger Eicheln als Nahrung für die Eichhörnchen zur Verfügung stehen.

Aber er gibt auch Entwarnung: „Insgesamt ist das Angebot an Samen allerdings recht groß. Eine Bedrohung der ohnehin nicht seltenen Eichhörnchen entsteht also nicht. Von einer Fütterung von Wildtieren sollte grundsätzlich abgesehen werden. Dies ist nur in besonderen Fällen unter Einbeziehung von Fachleuten sinnvoll“, warnt er. az/zg

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