Oftersheim

Nachruf Der langjährige Leiter des Posaunenchors, Peter Nietzer, starb nach schwerer Krankheit

Ein Leben für die Bläsermusik

Archivartikel

Oftersheim.Der langjährige Leiter des Oftersheimer Posaunenchors Peter Nietzer starb am vergangenen Freitag im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit, schreibt die evangelische Kirchengemeinde in ihrem Nachruf.

Peter Nietzer und seine Frau Dorle kamen Anfang der 1970er Jahre von Nördlingen nach Oftersheim. Beide waren in der Posaunenarbeit groß geworden und spielten leidenschaftlich Trompete und Posaune. Kaum in der Hardtgemeinde Fuß gefasst, traten sie in den Oftersheimer Posaunenchor ein und schon im Herbst 1975 lag die Chorleitung in den Händen von Peter Nietzer. Erst vor sieben Jahren gab er das Amt ab.

Unvergessene Auftritte

Unter seiner Anleitung weitete der Posaunenchor seine Literatur von barocker bis moderner Posaunenmusik. Er bemühte sich genauso um die Instrumente des Chores. Beharrlich schrieb er Anträge und beantragte Zuschüsse, bis neue Instrumente gekauft und alte repariert waren. Der Ausbildung und Förderung von Jungbläsern galt sein besonderes Augen- und Ohrenmerk. Auch hierbei investierte Peter Nietzer über das übliche Maß hinaus viel Zeit und Engagement.

So kam der Posaunenchor unter seiner Stabführung mehr und mehr in Schwung. Unvergessen sind die Auftritte unter der Leitung von Peter Nietzer beim „Tag des Waldes“ geblieben, beim Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Lessing- oder dem Rollschuhplatz, dem regelmäßigen Kurrendeblasen in der Adventszeit und bei der Mitgestaltung unzähliger Gottesdienste und Durchführung vieler Konzerte. 2004 feierte der Posaunenchor mit einem großen Fest sein 50-jähriges Bestehen mit einem besonderen Dank an Peter Nietzer für alles, was er für „seinen“ Posaunenchor bewirkt hat.

Gelernter Schriftsetzer

Doch nicht allein die Posaunenchorarbeit lag Peter Nietzer am Herzen. Er und seine Frau brachten sich genauso in die Arbeit der Kirchengemeinde mit ein. Unter manch anderem war ihm als gelerntem Schriftsetzer eine gefällige und attraktive Veröffentlichung der gemeindlichen Tätigkeiten ein großes Anliegen. So ging die Ausgestaltung der „Heimatklänge“ bald in seine Hände über, ebenso wie die Zusammenstellung der Liedblätter für besondere Gottesdienste.

Kurzum: Peter Nietzer brachte sich ein, wo er besondere Fähigkeiten von Gott mitbekommen hatte. Er diente seinem Herrn, so wie es im Psalm 100 heißt: „Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken.“ Die evangelische Kirchengemeinde ist sehr dankbar für all sein Tun, das bis heute seine Früchte trägt, heißt es in dem Nachruf . zg/Bild: Lackner

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