Oftersheim

Neubau Gemeinsames Domizil für Feuerwehr und Rotes Kreuz / Nach Abstimmungsbedarf erfolgt nun abschließendes Gespräch mit Verwaltung und Planungsbüro

Endspurt auf dem Weg zum Spatenstich

Oftersheim.Seit 1924 gibt es eine Freiwillige Feuerwehr in Oftersheim. Und sie bekommt zu ihrem 95. Geburtstag im nächsten Jahr ein besonderes Geschenk: ein neues Zuhause. Gemeinsam mit dem Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beziehen die Floriansjünger dann einen zeitgemäßen Neubau in der verlängerten Eichendorffstraße.

Der erste Spatenstich kann – wenn alles nach Plan läuft – im Spätjahr erfolgen. Der Bauantrag muss spätestens am 31. Juli gestellt sein. An diesem Tag läuft die Frist für Zuschüsse ab. „Darauf wollen wir natürlich nicht verzichten“, bekräftigt Bürgermeister Jens Geiß.

Kostendeckel bei 5 Millionen Euro

Der Gemeinderat hat die Grundsatzentscheidung für den Neubau ja bereits getroffen, gleichzeitig aber auch einen Kostendeckel bei fünf Millionen Euro eingezogen. Das grundsätzliche Konzept des Planungsbüros wurde nach einer Überarbeitung für gut befunden.

„Die Eckdaten stehen ja schon länger, jetzt sind auch die Detailfragen so gut wie in trockenen Tüchern“, freut sich Feuerwehr-Kommandant Rüdiger Laser. Zu den Feinheiten gehören unter anderem Raumbedarfsplanung, technische Ausstattung oder Stellplätze. „Das haben wir in den Fachausschüssen von DRK und Feuerwehr besprochen. In dieser Woche noch findet das abschließende Gespräch mit der Verwaltung und dem Planungsbüro statt, das uns immer positiv begleitet hat. Wir haben auch mit der Verwaltung zeitnah einen dynamischen Austausch gepflegt“, betont Laser die gute Zusammenarbeit.

In einer der nächsten Sitzungen muss der Gemeinderat, so er denn keine Bedenken hat, den Plänen noch zustimmen, ehe der Antrag – vor dem 31. Juli – auf den Weg geht. Dass diese Frist eingehalten wird, steht für alle Beteiligten außer Frage.

Im Anschluss daran entscheidet das Landratsamt über den Bauantrag. Jens Geiß geht davon aus, dass dies bald nach der Antragsstellung passieren wird und ist guten Mutes, dass der Startschuss für das Bauvorhaben kurze Zeit später fällt.

Das glaubt auch Rüdiger Laser. Er freut sich ebenso wie seine 39-köpfige Mannschaft auf das neue Domizil, das dann auf dem modernsten Stand ist: Was die EDV – speziell den Digitalfunk – betrifft, aber auch im Hinblick auf Arbeitsschutz-Richtlinien oder der elektrischen Einrichtung. Kurz gesagt: Die Feuerwehr ist fit für die Zukunft.

Die Diskussionen um die Notwendigkeit einer Erweiterung des 50 Jahre alten Feuerwehrgerätehauses in der Mozartstraße beziehungsweise eines kompletten Neubaus, wie er jetzt realisiert wird, sind ungefähr so alt wie das Jahrtausend. Vor knapp 20 Jahren kam das Thema erstmals in den kommunalen Gremien auf den Tisch, doch immer wieder standen dem Projekt Hindernisse – nicht selten finanzieller Art – im Weg.

Verschiedene Überlegungen

Aber vor einigen Jahren war klar, dass das jetzige Domizil nicht mehr den Anforderungen entspricht. Immer wieder kreisten die Überlegungen, ob der DRK-Ortsverein mit einzieht, auch eine „Wohngemeinschaft“ mit dem Bauhof der Gemeinde stand zur Debatte, die Idee wurde dann aber wieder verworfen.

Zu den Detailfragen, die Rüdiger Laser angesprochen hat, gehört auch die Außenwand-Gestaltung. In einer Sitzung äußerte sich Gemeinderat Patrick Schönenberg (Grüne) dazu: Ihm sei zu Ohren gekommen, man wolle einiges in die Optik investieren. Seine Fraktion, betonte er in seiner Wortmeldung, sei unbedingt dafür, die Priorität auf die Funktionalität zu legen.

Dem kann der Feuerwehr-Kommandant nur zustimmen: „Wir freuen uns natürlich über eine schöne Optik, aber wir brauchen sie nicht“, macht er den Standpunkt der Wehr deutlich. „Und die Optik darf keineswegs zulasten der Ausstattung gehen. Wir brauchen einen reinen Funktionsbau mit zeitgemäßer Ausstattung, gerade auch im Zeitalter der Digitalisierung – nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

In erster Linie ein Funktionsbau

Auch Bürgermeister Jens Geiß teilt diese Einschätzung: „Wir wollen zwar eine optisch ansprechende Hülle, aber in erster Linie muss ein Funktionsbau entstehen, der alle gesetzlichen Vorschriften erfüllt.“

Lediglich einen Wunsch äußert Rüdiger Laser: „Wir hätten gern einen Raum für die historischen Geräte und Fahrzeuge, denn die Freiwillige Feuerwehr gibt es in Oftersheim seit dem Jahr 1924“, meint er. „In unserem Besitz ist unter anderem ein altes Hydrantenwägelchen. Und das soll einen schönen Platz finden.“

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