Oftersheim

Gemeinderat Sind Feuerwehr und Rotes Kreuz bald unter einem Dach? / CDU-Antrag über Umbenennung des Lessingplatzes in Dr.-Helmut-Kohl-Europa-Platz

Entscheidung übers Rettungszentrum

Archivartikel

Oftersheim.Feuerwehr und Rotes Kreuz künftig unter einem Dach - diese Variante eines neuen Rettungszentrums könnte nach vielen Jahren der Diskussion bald Wirklichkeit werden. Über die Realisierung entscheidet der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag, 26. September (Beginn: 18 Uhr). Die Verwaltung empfiehlt dem Gremium die Zustimmung zu dieser Alternative, ebenso wie die Fixierung einer Kostenobergrenze von fünf Millionen Euro für die Gesamtherstellungskosten.

Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie des beauftragten Architekturbüros hat der Gemeinderat in einer nicht-öffentlichen Sitzung schon beraten. Mehrheitlich wurden unter anderem die getrennten Eingänge für Feuerwehr und DRK innerhalb eines Gebäudes in Frage gestellt. Auch die vollständige Trennung der beiden Einheiten in Bezug auf Schulungsräume stießen bei vielen Mitgliedern nicht auf Zustimmung. Auch über die Wirtschaftlichkeit haben die Mitglieder diskutiert: Einstimmig als nicht finanzierbar befanden sie die Kostenprognose.

Vorstellung der Pläne

In einer späteren Sondersitzung des Verwaltungsausschusses wurden den Vertretern von Feuerwehr und DRK Einsparmöglichkeiten vorgestellt, die sich in erster Linie durch Flächenreduzierungen realisieren lassen. Weiterhin ist eine Baukostenreduzierung durch eine Doppelnutzung von Schulungsräumen und allgemeinen Sanitäreinheiten möglich. Das Gremium sprach sich grundsätzlich für eine Reduzierung des Raumprogramms für den Bereich des DRK als auch für den Bereich der örtlichen Feuerwehr aus.

Außerdem steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats am Dienstag die Caféteria im Siegwald-Kehder-Haus. Sie wird - sofern der Gemeinderat zustimmt - ab 1. November unentgeltlich und auf unbestimmte Zeit an den Awo-Kreisverband vermieten.

Vorgesehen sind Öffnungszeiten zwischen 11 und 17 Uhr an Werktagen, nach Möglichkeit wird auch der Sonntagnachmittag angeboten. Die bisherigen Angebote in der Caféteria sollen zukünftig durch einen täglichen Mittagstisch erweitert werden, das Preisgefüge soll weiterhin sozial gestaltet bleiben.

Die Vermietung erfolgt unentgeltlich, da der Awo-Kreisverband die Caféteria als Zweckbetrieb führt. Es wird ein Beschäftigungsprojekt realisiert, bei dem Menschen mit Behinderungen Trainings- und Arbeitsmöglichkeiten geboten werden. Neben dem hauptamtlichen Personal sind künftig auch Menschen mit Handicap beschäftigt. Nach Möglichkeit will der Awo-Kreisverband die Arbeitsplätze mit Interessenten aus Oftersheim und Umgebung besetzen.

Die CDU wird - wie in der Juli-Sitzung angekündigt - einen Antrag auf Umbenennung des Lessingplatzes in Dr.-Helmut-Kohl-Europa-Platz vorstellen.

Wohl keine Einbahnstraße

Eine weitere Entscheidung, die der Gemeinderat am Dienstag trifft, ist die Umsetzung einer Einbahnstraßenregelung in der Sofienstraße - beziehungsweise nicht. Denn eine Umfrage unter den Anwohnern, an der rund 80 Prozent teilgenommen haben, hat ergeben, dass sich fast 57 Prozent gegen eine Einbahnstraße ausgesprochen hatten.

Weiterhin beschäftigt sich der Gemeinderat am Dienstag mit der Änderung der Zweckverbandssatzung High-Speed-Netz Rhein-Neckar in mehreren Punkten, die auch finanzielle Auswirkungen für die Verbandsmitglieder und somit auch für die Gemeinde Oftersheim nach sich ziehen.

Auch die Rückzahlung eines Darlehens bei der L-Bank steht auf der Tagesordnung.

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