Oftersheim

Katholische Frauengemeinschaft Einrichtung für Straßenkinder mit 400 Euro bedacht

„Freezone“ liefert Perspektive

Oftersheim.Vertreterinnen der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) und Senioren aus Oftersheim besuchten in Mannheim die sogenannte „Freezone“. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung, die Anlaufstelle für Jugendliche und Kinder ist, die auf der Straße leben. Nach einer freundlichen Begrüßung stellte Markus Unterländer, Sozialarbeiter und Leiter der Einrichtung, den Besuchern den Sinn und Zweck von „Freezone“ vor.

So erfuhren die Gäste, dass die katholische und evangelische Kirche gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt die Einrichtung seit der Gründung im Jahr 1997 unterstützen. Das Angebot richte sich besonders an Jugendliche und Kinder, die ganz oder teilweise auf der Straße zu Hause sind. Die „Freezone“ sei ein Ort, an dem die Freiwilligkeit oberstes Prinzip hat, die Jugendlichen in allen Lebenslagen beraten und geschult werden, um persönliche Perspektiven zu entwickeln. Hierbei soll ein Einstieg zum Ausstieg ermöglicht werden – Alkohol, Drogen und Waffen sind in der Einrichtung strengstens verboten.

Ort zum Ausruhen

Dabei befinden sich drei Tätigkeitsbereiche in der „Freezone“ unter einem Dach: Als Tagesangebot schafft die Einrichtung einen Ort zum Ausruhen und Entspannen. Die Kinder und Jugendlichen können hier Duschen, ihre Kleidung waschen, gemeinsam Spielen, Lesen und bekommen etwas zu Essen. In der sogenannten „Streetnight“ stehen für junge Erwachsene, deren Persönlichkeitsentwicklung defizitär ist, oder die nicht in die elterliche Wohnung zurückkehren können, sechs Übernachtungsplätze zur Verfügung. 2010 wurde das Angebot noch um die „Mannheimer Straßenschule“ erweitert. Hier werden junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf einen schulexternen Haupt- oder Realschulabschluss vorbereitet. Aber auch bei späterer Ausbildungssuche wird geholfen.

Da die „Freezone“ in ihren drei Tätigkeitsbereichen auf Spenden angewiesen ist, bedachten die Vertreterinnen der KFD gemeinsam mit den Senioren die Einrichtung mit 400 Euro – jenem Betrag, der beim vergangenen Adventskaffee zusammengekommen war. Schließlich konnte man sich bei dem Besuch ein gutes Bild davon machen, wie sinnvoll das Geld verwendet wird. Mit Dankbarkeit und Freude nahm Unterländer die Spende an. cao/zg

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