Oftersheim

Evangelische Gemeinde Pfarrerin Sibylle Rolf legt in ihrer Ansprache Martin Luthers Gedanken aus / Gottes Kind muss in jedem Menschen zur Welt kommen

Friedenslicht brennt in der Christuskirche

Archivartikel

Oftersheim.Mitten in der Nacht liegt der Beginn eines Neuen – die Nacht der Welt ist schon hell geworden, weil Gott selbst in dieser Nacht geboren wurde, um unser Leben zu teilen, unsere Tränen mitzuweinen und uns eine Hoffnung zu geben.

Am späten Heiligabend feierte die evangelische Kirchengemeinde in der Christuskirche die Geburt Jesu Christi und die Ankunft Gottes in der Welt. Begleitet vom Kirchenchor kamen die alten Verheißungen zu Gehör vom Volk, das im Finstern wandelt und ein großes Licht sieht – eine Verheißung, die sich nach christlichem Glauben in der Geburt Jesu erfüllt hat.

Schmerzpunkte können heilen

Nach der Lesung der Weihnachtsgeschichte legte Pfarrerin Sibylle Rolf in ihrer Ansprache Luthers Gedanken aus, dass Gottes Kind in jedem Menschen zur Welt kommen muss, so dass unsere kindlichen Anteile der Bedürftigkeit und Verletzlichkeit, unsere alten Schmerzpunkte aus der Kinderzeit heil werden können. Im Anschluss an die Ansprache wurde das Licht verteilt. Die Pfadfinder hatten das Friedenslicht aus Bethlehem in den Familiengottesdienst mit Krippenspiel gebracht.

Dringend gebraucht

Das Friedenslicht brennt seitdem in der Christuskirche und im evangelischen Pfarrhaus – zum Zeichen für den Frieden, von dem die Engel in der himmlischen Nacht gesungen haben und den unsere Welt so dringend braucht.

Frieden mit uns selbst, mit unserem Nächsten und mit Gott. Damit der Frieden Herzen und Häuser erfüllt, nahmen die Gottesdienstbesucher das Licht mit nach Hause. Die Welt ist dieselbe und darf doch hoffen – in allem Dunkel scheint das Licht. Gerade für die Menschen, die es brauchen: Menschen auf der Flucht, Menschen, die allein sind, Menschen, die leiden und in Kriegsgebieten leben müssen. Mit dieser Botschaft setzt Weihnachten ein Hoffnungszeichen in die Zeit.

Neben den weiteren Gottesdiensten an Heiligabend für die Minis, dann mit dem dem Krippenspiel, das Tobias Habicht in seinem ersten Jahr als Pfarrer der evangelischen Gemeinde Oftersheim mit rund 50 Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und 14 Jahren über mehrere Wochen einübte (wir berichteten von den Proben) feierten die evangelischen Christen außerdem einen Festgottesdienst mit Abendmahl am ersten Weihnachtfeiertag, den der Posaunenchor mitgestaltete, in der Christuskirche. Und am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es einen Gottesdienst mit Frühstück und Wunschliedern, der im evangelischen Gemeindehaus stattfand.

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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