Oftersheim

Hundesportverein Geländelaufseminar mit der deutschen Meisterin Tina Nicht fordert Mensch und Tier – und macht Spaß

Für die nächsten Turniere gerüstet

Archivartikel

Oftersheim.Beim hiesigen Hundesportverein wird der Turnierhundesport großgeschrieben, heißt es in einer Mitteilung. Eine Disziplin, die dazugehört, ist der Geländelauf. Dabei ist der Hundeführer mit einer stoßgedämpften Leine und einem Geschirr mit seinem Vierbeiner verbunden. Im Wettkampf wird dann eine Strecke über 1000, 2000 oder 5000 Meter in bestmöglicher Zeit absolviert.

Um für die nächsten Turniere gut vorbereitet zu sein, fand nun auf dem Vereinsgelände ein zweitägiges Seminar mit der deutschen Meisterin im 5000-Meter-Geländelauf von 2015 und 2018, Tina Nicht vom Hundesportverein Edingen, statt. „Dafür steht man gerne morgens um 7.30 Uhr im Sportdress und aufgeregt mit seinem Hund bereit“, war aus den Reihen der Teilnehmerinnen zu hören, den ein anspruchsvolles, anstrengendes und motivierendes Wochenende bevorstand.

Theorie gehört dazu

Los ging es mit der Theorie – die nun mal auch in diesem Sport dazugehört. Tina Nicht hat es geschafft, aus der trockenen Theorie einen spannenden Vortrag mit sehr vielen praktischen Infos und Tipps – beispielsweise zum Thema Equipment, Trainingsaufbau oder Motivation des Hundes zu liefern, sodass am liebsten alle sofort starten wollten. Beim Geländelauf arbeiten Hund und Hundeführer Hand in Hand. Natürlich geht es um Geschwindigkeit und darum, die beste Zeit herauszuholen, aber das Mensch-Tier-Team will schließlich auch Spaß dabei haben.

Individueller Motivationsansatz

Die erste Übung bestand darin, den Hunden zu zeigen, dass das Ziehen nach vorne (mit Zuggeschirr), durchaus etwas Positives sein kann und Spaß bringt. Die Seminarleiterin hatte für alle Hunde den passenden Tipp und einen individuellen Motivationsansatz, sodass die ganze Gruppe am Ende sogar einen Massenstart üben konnte.

Mit der neu gewonnenen Motivation durften Hund und Hundeführer nun ins Gelände. Auf die Strecke von 1,4 Kilometern wurde geübt, wie mit unterschiedlichen Schwierigkeiten beim Lauf – Hindernisse, Stoppen, Ablenkungen – umzugehen ist. Das Ende dieses ersten Seminartages krönte der Nachtlauf über fünf Kilometer im stockdunklen Wald.

Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr weiter, dieses Mal zeigte Tina Nicht den Läuferinnen, wie wichtig es auch bei dieser Sportart ist, die gesamte Muskulatur des Hundeführers zu stärken. Nachdem die Übungen unter manchem Stöhnen gestemmt und im Anschluss auch die Hunde aufgewärmt wurden, ging es wieder ab ins Gelände. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf dem Überholen.

Auch die anschließenden Übungen drehten sich um einen ordentlichen Überholvorgang, Tina Nicht brachte den Teilnehmerinnen außerdem bei, wie die Hörzeichen „rechts“, „links“ und „vor“ aufgebaut werden können. Zum Ende des letzten Seminartages haben die Leiterin und einige der Teilnehmerinnen ihre Dogscooter (geländetaugliche Tretroller) ausgepackt und es bestand die Möglichkeit, seinen Hund vor das Zweirad zu spannen, was noch mal ein ganz anderes Gefühl ist – für Läufer und Hund.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Seminar sehr bereichernd und motivierend war“, heißt es in der Mitteilung des Hundesportvereins. „Tina Nicht konnte dank ihrer Erfahrung viele nützliche Tipps geben und hat sich für jeden Einzelnen viel Zeit genommen – vor allem bei den Hunden, die das Ziehen für sich bisher noch nicht als Hobby entdeckt hatten.“ zg

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