Oftersheim

Evangelische Kirchengemeinde Mit den beginnenden Impfungen erfüllt sich der Wunsch nach der schrittweisen Rückkehr zu einem „normalen“ Leben

Geduldige Vorfreude auf viele Begegnungen ohne großen Abstand

Archivartikel

Oftersheim.Von Herzen wünsche ich Ihnen und den Ihren ein gesegnetes neues Jahr. Mögen Sie sich an jedem Tag von Vertrauen und Zuversicht getragen und geborgen fühlen.

„Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen“, hat Dietrich Bonhoeffer einmal geschrieben. Und eine der schönsten Verheißungen des Neuen Testaments liegt in den Worten Jesu: „Siehe, ich bin bei euch bis ans Ende der Welt“ (Matthäus 28, 20). Wir sind nicht allein – mögen Sie das an jedem Tag spüren.

Ein großer Wunsch erfüllt sich aber in diesem Jahr vermutlich doch, auch wenn wir noch ein wenig warten müssen: Mit der beginnenden Corona-Impfung wird ein „normales“ Leben schrittweise möglich werden und wir werden uns wieder ohne Abstand begegnen können. Auch wenn im Moment noch Geduld und Schutzmaßnahmen notwendig sind: Das Leben wird wieder anders werden – Gott sei Dank! Ich verspüre bei diesem Gedanken eine große Vorfreude.

Das neue Jahr 2021 steht unter dem Satz: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lukas 6, 36). Barmherzigkeit – das ist eines dieser großen Worte unseres Glaubens. „Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte“, betet der Psalm 103. In der „Barmherzigkeit“ steckt das „Herz“. Die Barmherzigkeit hat einen Ort in unserem Körper, im Bild gesprochen, auch in Gottes Leib. Im Hebräischen ist die „Barmherzigkeit“ mit dem „Mutterleib“ eng verwandt.

Liebevoll-zärtliche Zuwendung

Die Barmherzigkeit beginnt im Bauch und äußert sich in der liebevoll-zärtlichen Zuwendung, wie ein liebevoller Vater, eine zärtliche Mutter sie ihrem Kind geben. Diese Zuwendung schaut nicht darauf, was das Gegenüber zurückgeben kann. Häufig ist sie nicht „verdient“. Sie ist einfach da, lässt sich tief im Bauch von der Bedürftigkeit des Gegenübers berühren und gibt, was gebraucht wird.

So barmherzig geht Gott mit uns um. So barmherzig ist Jesus mit den Menschen umgegangen, die ihn in ihrer Not gebraucht haben. Ich muss es mir nicht verdienen, es ist einfach da – das, was ich brauche.

Darum kann ich aus dieser Fülle auch weitergeben und selbst barmherzig sein. Zuerst mit mir selbst. Und natürlich auch mit anderen. Wie der Samariter mit dem, der ausgeraubt wurde. Auch er konnte geben, was er hatte (nicht mehr!) und versorgte den, der in Not geraten war, ohne dass dieser es verdient hätte oder eine Gegenleistung erbracht hätte.

In der kommenden Woche wird am Montag und Dienstag das Pfarramt nicht besetzt sein, weil Esther Kubach zwei freie Tage nimmt. Auch ich verabschiede mich für eine Woche in den Urlaub zu Hause. Vertretung hat Pfarrerin i.R. Esther Kraus, die Ihnen als ehemalige Oftersheimer Kollegin gut vertraut ist. Auf unserem Anrufbeantworter unter der Telefonnummer 06202/5 48 48 können Sie in dringenden Fällen ihre Nummer abhören.

Bleiben Sie gesund und behütet – bis wir uns wiedersehen oder wiederlesen! Und seien Sie aus dem Pfarramt – auch von Pfarrer Tobias Habicht und Vikarin Sophia Leppert – herzlich gegrüßt.

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