Oftersheim

Fördermittel Gemeinde bekommt Unterstützung vom Land für Kooperation mit dem Asylkreis

Geld fürs Gartenhäuschen

Oftersheim.Das Ministerium für Soziales und Integration der Landesregierung fördert den Auf- und Ausbau von lokalen Bündnissen für Flüchtlingshilfe. Schon vor drei Jahren hat die Gemeinde dieses Angebot in Anspruch genommen und erfolgreich Fördermittel für die Zusammenarbeit mit dem Asylkreis beantragt, teilt die Gemeinde mit.

Auch in diesem Jahr schrieb das Land weitere Mittel unter dem Stichwort „Gemeinsam in Vielfalt III“ für die Förderung der Integration von Geflüchteten und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement aus. Erfreulicherweise wurde dem Antrag der Gemeinde erneut entsprochen, so dass nun gleich zwei Projekte des Asylkreises unterstützt werden können: der internationale Garten und die Fahrradwerkstatt. Beide Projekte zielen auf ein gemeinsames Miteinander der geflüchteten Neubürger und der alteingesessenen Oftersheimer ab.

Gerade der internationale Garten stellt einen zentralen Ort der Begegnung dar, an dem die Geflüchteten nicht nur Empfänger der Hilfsmaßnahmen sind, sondern sich aktiv am Projekt beteiligen können. Bereits seit zwei Jahren hat der Asylkreis den Garten am Kohlwald 19 gepachtet und bewirtschaftet diesen gemeinsam mit verschiedenen Geflüchteten. Weil besonders das Gartenhäuschen in die Jahre gekommen war, sind Renovierungsarbeiten fällig, daher kam die Förderzusage gerade richtig. In den letzten Wochen wurde mit vereinter Kraft die Renovierung in Angriff genommen.

Männer packen kräftig mit an

Da für einige Arbeiten professionelle Hilfe notwendig war, wurde auch eine Firma hinzugezogen. Nichtsdestotrotz packten vor allem die geflüchteten Männer tatkräftig mit an. So wurde beispielsweise das Gartenhäuschen neu angestrichen, es bekam ein neues Vordach, der Terrassenboden wurde neu gefliest und das Gartentor ausgetauscht. Bevor die Arbeit im internationalen Garten über die Wintermonate zum Ruhen kommt, ist zum Saisonabschluss noch ein gemeinsames Herbstfest angedacht.

Da Mobilität ein zentraler Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe ist und besonders Fahrräder die Möglichkeit bieten, weitere Strecken – beispielsweise zum Deutschkurs oder zur Arbeit – zurückzulegen, wird die Fahrradwerkstatt des Asylkreises ebenfalls durch Fördermittel des Landes unterstützt. In dieser helfen handwerklich versierte Ehrenamtliche den geflüchteten Neubürgern dabei, gespendete Räder verkehrstauglich herzurichten.

Dem Asylkreis fehlt noch ein Ort, an dem die gespendeten Räder und das Werkzeug gelagert und wo bei Regen gemeinsam Reparaturarbeiten durchgeführt werden können. Wer eine Garage oder einen anderen geeigneten Unterstellplatz zur Vermietung zur Verfügung haben, kann sich gerne melden. zg

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