Oftersheim

Unvergessene Ofdscha Leit (17) Albert Rauchholz war ein Mann mit Ecken und Kanten / Engagiert bei DJK, DRK und anderen Vereinen

Helfen stand für ihn an erster Stelle

OFTERSHEIM.Der langjährige DJK-Vorsitzende Adam Oberle bezeichnete Albert Rauchholz einmal als einen Mann mit Ecken und Kanten, aber auch als sehr hilfsbereit. Dies ist auch durch seine Tätigkeit in zahlreichen Ortsvereinen ersichtlich. Vor allem zeichnete er sich bei der ehemaligen DJK und beim Deutschen Roten Kreuz aus.

Wer Albert Rauchholz noch kannte, der weiß, dass er einer der Idealisten war, von denen es in unserer heutigen Zeit leider nicht mehr viele gibt. Albert Rauchholz, jahrelang Vorstandsmitglied der ehemaligen DJK und neben dem DRK auch bei der Siedlergemeinschaft und Marinekameradschaft, im Vereinskartell und im katholischen Kirchenchor engagiert, wurde am 11. Juli 1925 geboren und ist im Oktober 1994 verstorben.

Rauchholz war ein echter Oftersheimer und mit vielen Einwohnern durch seine Tätigkeit beim Badenwerk eng verbunden. Sein Herz gehörte neben seiner Familie und Beruf natürlich den Vereinen. Hier zeigte er sich in jungen Jahren vor allem für die ehemalige DJK engagiert.

Das Jahr 1958 war ein Markstein in der Geschichte des Vereins, denn nach reiflicher Überlegung trat man dem DFB bei, womit der Weg geebnet war, an den Verbandsspielen der B-Klasse, Gruppe Süd, teilzunehmen. Bei der Generalversammlung im gleichen Jahr übernahm Fritz Burkart zum dritten Mal den Vorsitz. Zweiter Vorsitzender und Abteilungsleiter der Fußballer wurde Albert Rauchholz.

Auch mit der Pfeife aktiv

1959 übernahm er das Amt des Spielausschussvorsitzenden und gleichzeitig noch das Training der aktiven Mannschaften. Als Fritz Burkart aus gesundheitlichen Gründen als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stand, sprang Albert Rauchholz ein. Dieses Amt bekleidete er bis zum Jahr 1963. Dass er sich zudem noch als Schiedsrichter engagierte, zeigt seine ganze Liebe zur DJK und zum Fußball.

Sein größtes Spiel war die Leitung der DJK-Auswahlmannschaften zwischen Nord- und Mittelbaden, wobei beim 4:0-Sieg der Oftersheimer Klaus Berlinghof allein drei Treffer erzielte.

Seine Tätigkeit in der Gemeinde zeigt seine Hilfsbereitschaft beim DRK auf. Bereits im Jahr 1949 hatte Heinrich Böhm die Leitung des Ortsvereins übernommen. Er behielt dieses verantwortungsvolle Amt bis zum Jahr 1961, um es dann einem Jüngeren zu übergeben.

13 Jahre Vorsitzender

Albert Rauchholz, schon lange in vielerlei Weise für das Rote Kreuz aktiv, stand dann 13 Jahre lang bis 1976 dem Ortsverein vor. Sein Nachfolger wurde Volker Schnabel. 1962 wurde auf Initiative von Albert Rauchholz und mit tatkräftiger Unterstützung eine Jugendgruppe unter Leitung von Manfred Weiß gegründet. Seine Wertschätzung wurde mit der Auszeichnung zum Ehrenvorsitzenden belohnt.

Albert Rauchholz wurde im Vereinskartell ebenso geschätzt wie im Siedlerbund wie im katholischen Kirchenchor. Seine Interessen lagen auf vielen Gebieten und so war er auch bei der Marinekameradschaft und sang im Seemannschor Hockenheim.

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