Oftersheim

Artenschutz Geschäftsführung von ForstBW begutachtet Lichtwald-Projekt / Eingewanderte Pflanzen werden bekämpft

Hier entsteht ein neuer Lebensraum

Archivartikel

Oftersheim.Kürzlich tagte die Geschäftsführung von ForstBW mit Landesforstpräsident Max Reger an der Spitze im Bürgersaal. In seiner Begrüßung erklärte Bürgermeister Jens Geiß den engen Bezug der Gemeinde zum Wald sowie die gute und enge Zusammenarbeit mit dem Forst bei regelmäßigen Waldtagen oder dem Beweidungsprojekt der Sanddüne. „Für die Menschen hier ist der Wald für die Erholung ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal“, erklärte der Rathaus-Chef.

Die ForstBW-Geschäftsführung wurde von Vertretern der Unteren Forstbehörde des Rhein-Neckar-Kreises und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) zum Thema „Lichtwald“ durch die Schwetzinger Hardt geführt, dem größten regionalen Waldschutzgebiet in Baden-Würtemberg, in dem unterschiedliche Schutzbereiche in einer großen Schutzgebietskonzeption zusammengefasst sind. „Mitten im bevölkerungsreichsten Landkreis gelegen, haben diese über 3000 Hektar Wald eine besondere Bedeutung für den Waldnaturschutz und die Erholung“, so Landesforstpräsident Max Reger, „die es zu erhalten und zu pflegen gilt.“ Seit 2016 entwickelt die FVA hier ein Lichtwaldkonzept zur Förderung und zum Erhalt seltener lichtliebender Arten, indem 180 Hektar – also etwa 250 Fußballfelder – dauerhaft oder temporär in einem rollierenden System zu Lichtwald umgewandelt werden sollen. Mithilfe der Lichtwaldkonzeption der FVA, welche die aktive Bekämpfung von Neophyten, wie der Kermesbeere, die Beweidung im Wald oder temporäre Lichtwaldstrukturen durch großflächige Verjüngung von Kiefernbeständen vorsieht, kann in der Schwetzinger Hardt das Ziel von 20 Prozent Lichtwaldfläche erreicht werden. „Dies kann Lebensraum für Ziegenmelker, Weißmoos oder Sandsilbergras werden“, erklärte der Leiter des Kreisforstamtes, Dr. Dieter Münch. zg

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