Oftersheim

Gemeindezentrum Heimat- und Kulturkreis bereitet sich auf den Museumstag vor / Historische Fotoapparate und Hirschfänger aus vier Jahrhunderten sind zu sehen

Hier lässt sich altes Handwerk hautnah erleben

Oftersheim.Ganz im Zeichen der Arbeiterbewegung steht seit 132 Jahren der 1. Mai: 1886 wurde die Einführung des Acht-Stunden-Tags gefordert. Erst seit 32 Jahren – und damit genau 100 Jahre später – fällt auf dieses Datum der Museumstag, den der Heimat- und Kulturkreis (HuKO) veranstaltet. Trotz seiner vergleichsweise jungen Tradition erfreut er sich bei den Menschen in der Hardtgemeinde und der ganzen Region großer Beliebtheit.

Auch am Dienstag, 1. Mai, haben die Türen des Anwesens rund um das Gemeindezentrum in der Mannheimer Straße 59 und 61 für die Besucher von 10 bis 18 Uhr – auch hier gilt der Acht-Stunden-Tag – geöffnet. Und wie es die Stammgäste gewohnt sind, wird es erneut vier Schwerpunktthemen geben.

So widmet sich eine kleine Ausstellung in der Rolf-Weber-Stube historischen Fotoapparaten. Die Damen des Arbeitskreises Volkskunde und Brauchtum präsentieren in diesem Jahr die alten Handarbeitsfertigkeiten fädeln, knüpfen und Kordeln ziehen. Selbstverständlich bereiten sie Mitmachaktionen insbesondere auch für Kinder vor.

Eine weitere Sonderausstellung beschäftigt sich mit Hirschfängern aus vier Jahrhunderten und schließlich führt der Schwetzinger Martin Keßler in die Kunst des Drechselns und des Instrumentenbaus ein.

Auf seine jüngsten Besucher richtet der Verein, der seit vielen Wochen mit den Vorbereitungen zu dieser Großveranstaltung beschäftigt ist, stets seine besondere Aufmerksamkeit. Neben verschiedenen Überraschungen gibt es ein Kinderquiz, bei dem interessante Preise für die ganze Familie locken. Und wer aufmerksam die Exponate und Vorführungen am Museumstag verfolgt, hat ganz bestimmt keine Schwierigkeiten beim Lösen der Fragen.

Spinnen und weben

Selbstverständlich wird am Tag der Arbeit auch in den Schauwerkstätten gearbeitet und so zeigen Schuh- und Zigarrenmacher ebenso ihr Handwerk wie auch der Schreiner. Spinnen und Weben, früher in den „Spinnstuben“ vieler Häuser in der Hardtgemeinde ausgeübt, werden ebenfalls hautnah demonstriert.

In anschaulich-künstlerischer Weise führt auch ein Steinmetzmeister im Museumshof sein schon vielfach bestauntes Werk fort: Er arbeitet an einer Kopie in Originalgröße des an der Christuskirche aufgestellten spätbarocken Grabdenkmals des Schultheißen Johannes Worff von 1780.

Es wird also allerhand Abwechslung geboten innerhalb und im Außenbereich der Museumsräumlichkeiten. Und weil so viel Kultur hungrig macht, sorgt der Heimat- und Kulturkreis auch für die Bewirtung seiner Besucher. Dazu gehört neben einer Tasse Kaffee ein reichhaltiges Kuchenbüffet. Daher bittet der Verein seine Mitglieder um entsprechende „süße“ Spenden. az/hps

Info: Weitere Bilder gibt’s unter www.schwetzinger-zeitung.de

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