Oftersheim

Vandalismus Sinnlose Schmierereien auf dem Hof der Friedrich-Ebert-Schule und in den beiden Unterführungen

Hoffnung auf Kommissar Zufall

Archivartikel

Oftersheim.Unbekannte haben erneut auf dem Schulhof der Friedrich-Ebert-Grundschule sinnlos gewütet. Wände am alten Schulgebäude, Schilder und die Rettungstreppe wurden in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit Graffiti in schwarzer und roter Farbe verschmiert und Sitzgelegenheiten am neuen Schulgebäude mit schwarzer Farbe besprüht. Die Unterführung in der Albert-Schweitzer-Straße/Hildastraße wurde ebenfalls mit rotem Lack mit zahlreichen, teils großflächigen sogenannten Tags besprüht.

Auch die Bahnunterführung zieren jetzt Schmierereien, teilen die Polizei und die Gemeindeverwaltung mit, die Anzeige erstattete. Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf ungefähr 3000 Euro.

Die Mitarbeiter des Bauhofs müssen nun wieder tätig werden und die Spray-Spuren entfernen. Während man die Wände an der Unterführung „einfach“ übermalen kann, gestaltet sich die Entfernung an den über 100 Jahre alten Ziegeln des Friedrich-Ebert-Schulgebäudes dagegen schon aufwendiger und komplizierter.

Absolut ärgerliche Vorkommnisse

„Das ist absolut ärgerlich, aber es wiederholt sich immer wieder. Insbesondere die Unterführungen sind davon betroffen“, sagt Bürgermeister Jens Geiß im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die Schmierereien haben ja auch weder Sinn noch Struktur oder gar einen künstlerischen Wert.“ Doch mehr tun als regelmäßig Anzeige zu erstatten – Graffiti erfüllen den Tatbestand der so genannten gemeinschädlichen Sachbeschädigung – könne man kaum tun. „Wir hoffen immer auf den Kommissar Zufall.“

Es würden auch immer mal wieder Rufe nach Videoüberwachung laut. „Aber dafür müssen auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Und wir wollen mal ehrlich sein – bei uns handelt es ja nicht um neuralgische Punkte wie in Mannheim oder Heidelberg, wo die Überwachung zum Einsatz kommt“, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Auch habe man bereits überlegt, Jugendlichen eine Wand für Graffiti zur Verfügung zu stellen.

Aber ein solches Angebot würde sich dann vermutlich auch an all jene Menschen richten, die ihre künstlerischen Talente ausleben wollen. „Aber danach sehen mir diese Schmierereien nicht aus“, findet Jens Geiß. az/zg

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