Oftersheim

Landespreis Einzelwerke zur Heimatforschung gesucht / Bewerbungsschluss im April / Auch multimediale Projekte willkommen

Ideen gibt’s genug in der Hardtgemeinde

Archivartikel

Oftersheim/Kreis.Mit dem Landespreis für Heimatforschung zeichnet die Landesregierung besondere Leistungen in der Erforschung der lokalen Geschichte und Tradition aus, heißt es in einer Pressemitteilung des Rhein-Neckar-Kreises. „Heimat ist ein Teil der kulturellen Identität“, weiß auch Landrat Stefan Dallinger, der den vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium ausgelobten Preis sehr begrüßt und die Einwohner des Rhein-Neckar-Kreises aufruft, sich um diesen Preis zu bewerben.

Insbesondere in Oftersheim gibt es ja sehr engagierte Mitbürger, die sich um die Ortsgeschichte verdient gemacht haben und dies noch immer tun – nicht zuletzt die Mitglieder des Heimat- und Kulturkreises mit ihren Arbeitskreisen beweisen das unter anderem beim Museumstag. Und die Oftersheimer sind ja auch sehr stolz auf ihre Heimat – im besten Sinne des Wortes. Das beweisen sie immer wieder bei den zahlreichen Veranstaltungen und das wird auch immer wieder betont.

Begriff wird im Film lebendig

Nicht zuletzt gibt es ja seit Oktober einen sehr interessanten Film, der den Begriff sogar im Titel trägt: „Heimat: Oftersheim – ein deutsches Dorf erzählt“. Darin lässt Filmemacher Florian Frei unterschiedliche Menschen aus der Hardtgemeinde zu Wort kommen – von den (Alt-)Bürgermeistern Siegwald Kehder, Helmut Baus und Jens Geiß über Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren hierher gekommen sind bis zur Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo. Und auch Heimatforscher Hans-Peter Sturm ist neben anderen bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten dabei.

Mit dem Landespreis werden in sich geschlossene Einzelwerke ausgezeichnet, die auf einer eigenen Forschungsleistung beruhen. Die Bandbreite der Themen, mit denen man sich um den Landespreis bewerben kann, ist groß. Die eingereichten Arbeiten können folgende Bereiche mit Bezug zu Baden-Württemberg behandeln:

Orts-, Regional- und Landesgeschichte, auch im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa;

neue Heimat in Baden-Württemberg; Heimatmuseen und Heimatforschung;

Natur und Naturschutz, Landschaftsschutz, Umweltschutz;

Entwicklung und Geschichte von Technik und Industrie;

Denkmalschutz, Dorferneuerung, Stadterneuerung;

Kunst und Architektur;

Dialektforschung, Literatur, Brauchtum;

Volksmusik, Volkstanz, Tracht;

Bevölkerung und Minderheiten;

Bürgerengagement, Bürgerbeteiligung.

Der Landespreis besteht aus einem ersten Preis zu 5000 Euro, zwei zweite Preise zu je 2500 Euro, einem Jugendförderpreis und einem Schülerpreis zu je 2500 Euro sowie einen Preis „Heimatforschung digital“.

Neue Kategorie

Durch diese neue Preiskategorie können nun auch multimediale Arbeiten zur Heimatforschung prämiert werden – wie beispielsweise Webseiten, Webdatenbanken oder auch Social-Media-Accounts, die sich mit Themen der Heimatforschung auseinandersetzen. zg/az

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