Oftersheim

Sängerbund Liederkranz Ewigkeitssonntag wegen Corona anders

In diesem Jahr gibt es keine Kranzniederlegung

Oftersheim.Es war immer eine gute Tradition, dass mehrere Oftersheimer Vereine ihrer die Verstorbenen des vergangenen Jahres in einer kleinen Feierstunde in der Friedhofshalle gedenken, heißt es in einer Pressemitteilung des Sängerbunds Liederkranz. Das kann in diesem Jahr aber nicht in der gewohnten Form stattfinden. So müsse eine andere Form gefunden werden, um für das Wirken zu danken.

Es gibt kein Leben ohne den Tod. Und deshalb gehört der Tod zum Leben wie die Geburt und unsere gesamten Erfahrungen und Erlebnisse. Der Tod ist universell, er trifft irgendwann jeden von uns, ohne Ausnahme. Trotzdem kommt er meistens zu früh, Worte bleiben ungesagt, Pläne unerfüllt. Oft liest man in Todesanzeigen den Satz: „Freuen wir uns, dass er mit uns gelebt hat.“

Im Gedächtnis der Lieben

Und so liegt es an uns selbst, unser Leben so zu gestalten, dass wir unsere Zeit auf Erden sinnvoll nutzen und wir im Gedächtnis unserer Lieben verbleiben. Viele können am Ende sagen, dass sie auf ein erfülltes Leben zurückblicken, für manche aber kommt das Ende zu schnell, zu unerwartet. Soll man daher auf seinen Tod vorbereitet sein? Jeden Tag so leben, als wäre es unser letzter?

Dies wäre fatal, eine falsche Lebenseinstellung, heißt es in der Mitteilung weiter. Jede Geste, jedes Gespräch, jede Handlung mit der Intention zu führen, es wären die letzten. Und doch sind wir hier und gedenken unserer Verstorbenen. Freuen wir uns, dass wir sie gehabt haben? Oder trauern wir, dass sie gegangen sind? „Ich gebe zu, das Freuen fällt schwer, die Trauer um den Verlust unserer lieben Freunde überwiegt doch deutlich. Der Mensch schaut nach vorne, und sieht seinen Weg, den er nun ohne den oder die Verstorbene gehen will“, schreibt Peter Pristl, der Vorstand des Sängerbunds Liederkranz.

Verlust wirkt nach

„Der Verlust wirkt nach, auch lange nach dem Tod und vielleicht ist unser Weg dadurch schwerer geworden. Aber der Weg ist da, wir sehen ihn deutlich. Ihn zu gehen, in Gedenken an die, welche nicht mehr mit uns gehen können, ist unsere Aufgabe und Pflicht.“

So sei es die besondere Verantwortung, im Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. „Alle haben sie uns länger oder kürzer auf unseren Weg begleitet, sind diesen Weg mitgegangen und waren froh, ihn mit uns gehen zu können. Erinnern wir uns an ihre Begleitung, an ihr Gesicht, an ihre Worte, ihre Scherze oder ihren Schmerz, als der Abschied unausweichlich war“, heißt es abschließend in der Meldung des Sängerbunds Liederkranz, der den verstorbenen Mitgliedern Karl Bursa, Rolf Betz, Rudolf Lang, Hans Wiltz, Gerhard Schreiner, Lothar Knittel, Berthold Sauter und Benno Scheuermann für ihr Engagement dankt. zg

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