Oftersheim

Gardasee Sängerbund Liederkranz für fünf Tage in Italien / Station in Sirmione, Verona, Peschiera, Riva und Malcésine / Ständchen für Geburtstagskind

In Kirche „San Martino“ geben sie kleines Konzert

Archivartikel

Oftersheim.Der Sängerbund Liederkranz fuhr bei seiner fünftägigen Reise ins italienische Desenzano am Gardasee. Von dort aus ging es ins nahegelegene Städtchen Sirmione, zur Scaligerburg und in die von der Fischerei geprägte Kleinstadt Peschiera. Auch in Verona machten die Sänger Station.

Als erstes Ausflugsziel stand die Erkundigung des südlichen Gardasees auf dem Programm mit dem hübschen Städtchen Sirmione. Beeindruckend waren die Mitgereisten von der Scaligerburg aus dem 13. Jahrhundert, die direkt am Wasser liegt und in früheren Zeiten der Gardaseeflotte Schutz bot. Sie prägt heute das Bild der Stadt und gehört mit ihrem mächtigen, 47 Meter hohen Turm zu den bedeutendsten Wasserfestungen Europas.

Pfarrer ist begeistert

In der Kirche „San Martino“ in Peschiera glänzte Winfried Brunner mit seiner warmen Tenorstimme bei seinem atemberaubenden Solo in „Oh Herr, welch ein Abend“. Die Akustik der Kirche war so großartig, dass Chordirektor Fritz Kappenstein vor Begeisterung prompt mit seinen Sängern ein kleines Kirchenkonzert zur Freude des Pfarrers aufführte.

Eine Stadtführung in Verona führte die Besucher aus Oftersheim zu den Sehenswürdigkeiten, wie der Ponte Pietra, der Ponte Scaliger und der Piazza della Erbe. Von hier sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia mit dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia ist aber eine reine Erfindung von Shakespeare, der selbst niemals in Verona war. Der Besuch des Amphitheaters, das 50 Jahre älter als das Kolosseum ist, war für alle ein Muss.

Bevor es an den letzten beiden Tage der Reise ab in den Norden ging, brachten die Sänger vor dem Hotel am frühen Morgen einem Geburtstagskind ein Ständchen, das auch etliche Hotelgäste erfreute und von ihren Balkons begeistert applaudieren ließ. Erste Station war dann Riva, eine Stadt mit rund 30 000 Einwohnern, die sich durch etliche Sehenswürdigkeiten wie den schiefen Turm, Torre Apponale, die alten Verteidigungsanlagen, und die Stadtburg auszeichnet.

Spielmannszug bewundern

Am Marktplatz zeigte einen Spielmannszug den Passanten sein Können, dessen Fahnenträger sich unter dem Applaus der Zuschauer ihre Fahnen schwungvoll zuwarfen. Mit dem Schiff ging es danach weiter ins malerische Limone sul Garda – ein Dorf mit rund 1100 Einwohnern.

Die Stadt Malcésine, die häufig als „Perle des Gardasees“ bezeichnet wird, war die letzte Station der Reisegruppe. Geprägt wird der Ort durch die vielen engen mittelalterlichen Gassen und die stattliche Burg der Scaliger. Als Goethe 1786 während seiner berühmten „Italienischen Reise“ hier Station machte und die Burg zeichnete, wurde er für kurze Zeit wegen Spionageverdachts festgehalten. Für die ganze Reisegruppe des Sängerbundes Liederkranz war der Burgbesuch der krönende Abschluss der Italienreise. zg

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