Oftersheim

Austausch Esra Khairi erhält Stipendium vom Bundestag / Danyal Bayaz unterstützt die Schülerin

In Washington trifft sie US-Parlamentarier

Oftersheim.Esra Khairi ist die Vorfreude und Ungeduld auf das Abenteuer anzumerken, das bald für sie beginnt. In zwei Monaten wird die 16-jährige Oftersheimerin für ein ganzes Jahr durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) zu einem Schüleraustausch in die USA aufbrechen. Nachdem sie Anfang Februar Glück hatte, vom Bundestagsabgeordneten Danyal Bayaz (Grüne) ausgewählt und mit der Zusage für das Stipendium überrascht wurde, bleibt es auch so kurz vor ihrer Abreise spannend, denn eine wichtige Information fehlt ihr noch: Wer ihre Gastfamilie ist und damit verbunden, wo sie zur Schule gehen wird.

Der Auswahlprozess kann langwierig sein, denn auch wenn sich eine Familie bereit erklärt, einen Austauschschüler aufzunehmen, muss zuerst mit der zuständigen Schule ein möglicher Aufenthalt geklärt werden. „Ich war außerdem eine der Letzten, die eine Zusage bekommen hat. Und dann ist der Brief der Austauschorganisation mit meiner Bestätigung verloren gegangen und alles hat sich verzögert“ , erklärt Esra. Langweilig wurde ihr in der Zwischenzeit jedoch nicht, denn die Formalitäten vor der Reise haben es in sich. Mehrere Onlineformulare zweier Austauschorganisationen mussten ausgefüllt werden. Eine mit Sitz in Deutschland und eine, die die Betreuung in den USA weiterführt. In Esras Fall sind das der Verein Experiment und das Council on International Educational Exchange (CIEE).

„Wir Austauschschüler haben einen Countdown in unserer Whats-app-Gruppe und dort habe ich gesehen, dass es jetzt weniger als zwei Monate sind. Da habe ich schon einen kleinen Schock bekommen, weil es vorher so weit weg war und jetzt bin ich fast schon in Amerika“, verrät Esra. Einen kreativen Weg, um ein Andenken an ihr Auslandsjahr zu behalten hat Esra sich von anderen Austauschschülern abgeschaut: Ein Abschiedsbuch, in dem sie ihre Reise von Anfang bis Ende festhält und das auch ihre Freunde in Deutschland und später in den USA mitgestalten. Bisher hat sie schon ihren Bewerbungsprozess dargestellt und etwa Lied- und Filmvorschläge und Abschiedsgrüße ihrer Freunde für den langen Flug gesammelt.

Auf zum Abschlussball

Auf die Frage, was sie sich in den USA vorgenommen hat, sagt sie: „Ich möchte so viel wie möglich mit meiner Gastfamilie machen, zum Beispiel in die Kirche gehen, weil das dort ein ganz anderes Erlebnis ist, denke ich. Ich freue mich auch auf Feste wie Thanksgiving und auch auf Weihnachten. Und ich möchte unbedingt zum Prom, dem Abschlussball der Highschool gehen.“

Unterstützung erhält sie auch weiterhin von Danyal Bayaz. „Ich wünsche Esra ein großartiges Jahr, in dem sie all die tollen Dinge erlebt, die ich in meinem Austauschjahr auch hatte: Neues Essen, Achterbahnfahren oder die schönen Nationalparks. Ich habe auch gebeten, dass sie mir Fotos schickt und mich auf dem Laufenden hält“, sagt der Politiker.

Teil des PPP ist zudem ein Besuch in Washington, für den ihr Bayaz Hilfe angeboten hat, um Esra dort Treffen mit Abgeordneten zu ermöglichen. Zu dem Stipendium gehören außerdem 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit, der sogenannte „Community Service“, den Esra in einer Einrichtung in der Gemeinde ihrer Gastfamilie verrichten wird. Eine besonders intensive Vorbereitung auf Land und Leute erhalten die Stipendiaten auf einem einwöchigen Seminar, wo sie Informationen zur politischen Situation und den deutsch-amerikanischen Beziehungen bekommen.

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