Oftersheim

Jugendzentrum Kinder bemalen im Ferienprogramm Stoffbeutel / Spaß, Kreativität und Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt des schnell ausgebuchten Angebots

Jede Einkaufstasche hat eine persönliche Note

Archivartikel

Oftersheim.Egal ob Salat, Backwaren oder Paprika – die meisten Produkte im Supermarkt-Regal sind in Plastik verpackt. Statt zum Tragen der Einkäufe auch eine Plastiktüte zu benutzen, kann man alternativ zu einer Stofftasche greifen.

Das spart Müll, Geld und ist auf lange Sicht deutlich nachhaltiger. Gerade in Zeiten von Corona, wo wir privat mehr Plastikmüll produzieren, spielt das eine Rolle.

Dass so eine Stofftasche zusätzlich noch ein einzigartiges Accessoire sein kann, das lernen die Kinder im Ferienprogramm des Jugendzentrums (Juz). Hier dürfen sie nämlich selbst Stofftaschen gestalten.

Mit Hilfe von bunten Textilmalstiften und Zeichenvorlagen machen sich die Kinder ans Werk. Alle bekommen eine einfarbige Stofftasche, die sie nach Belieben und Kreativität bemalen dürfen. Ob sie lieber mit Hilfe einer Vorlage zeichnen oder ganz frei nach ihrer Fantasie malen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Lysander findet’s richtig cool

Lysander malt eifrig an seinen grünen und blauen Pixeln, inspiriert von seinem Lieblingscomputerspiel: „Ich finde das richtig cool, wenn ich mal spontan einkaufen gehen muss, um etwas Kleines zu besorgen. Dann habe ich direkt meine eigene Tasche dabei.“

Auch die Geschwister Eva (10) und Lazaros (8) wollen beim Einkaufen in Zukunft ihre eigenen Stofftaschen benutzen. „Und diesem süßen Pinguin kann man einfach nicht widerstehen“, sagt Betreuerin Eva Leibig mit einem Augenzwinkern und deutet auf die Tasche der Zehnjährigen. „Ich finde es eine total schöne Idee, dass die Kinder ihre Taschen selbst bemalen. Mit denen macht es den Kindern auch mehr Spaß als mit einer Plastiktüte einkaufen zu gehen. Da spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine große Rolle, darüber haben wir mit den Mädchen und Jungen auch gesprochen“, erklärt die Kursleiterin.

Aufgrund der Corona-Regelungen ist natürlich alles ein bisschen anders als sonst: Die Betreuer müssen durchgehend eine Maske tragen. Die Kinder nur, wenn sie durch das Jugendzentrum laufen. Am Platz dürfen sie sie ausziehen, da sie dort mit entsprechend Abstand sitzen.

Große Nachfrage

Trotz allem seien die jungen Teilnehmer total froh, dass das Ferienprogramm stattfindet, erklärt Leibig: „Gerade bei diesem spontanen Angebot, für das man sich noch kurzfristig anmelden konnte, gab es eine große Nachfrage. Einigen Kindern musste ich leider sogar absagen, weil die Plätze so schnell weg waren. Ansonsten sind wir zufrieden. Die Kinder halten sich gut an die Regeln – ich muss sagen, da sind sie bessere Vorbilder als so mancher Erwachsener.“

Knallig bunte Farbe kommt bei ihr nicht zu kurz: Die siebenjährige Gina-Maria verziert begeistert die Vorderseite ihrer Tasche: „Ich finde Einhörner so toll, deshalb wollte ich auch eins auf meine Tasche malen. Die Rückseite lasse ich noch frei“, sagt sie und betrachtet kritisch die unbemalte Seite ihrer Tasche. „Ich hab mich anders entschieden, ich mal doch noch was!“

Mit zwei großen Schwüngen zeichnet sie den Umriss eines rosa Herzes. Vielleicht wird es nämlich noch ein Geschenk – vielleicht behält sie die Tasche aber auch selbst, da ist Gina-Maria sich noch nicht sicher. Ein Hingucker ist die Tasche auf alle Fälle. „Fertig!“, ruft die Siebenjährige und hält stolz ihr Werk hoch. Noch einmal mit dem Bügeleisen drüber – und schon hält auch die Textilfarbe dem Alltag stand. Mit so einer besonderen Tasche einkaufen zu gehen, macht doch doppelt Spaß.

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