Oftersheim

Gemeindebücherei Marotte-Figurentheater bringt „Piggeldy und Frederick“ auf die Bühne

Kleines Schwein – viele Fragen

Archivartikel

Oftersheim.Puppenspiel – leichtes Spiel? Von wegen. Das Agieren mit Figuren kann auch einen gestandenen Staatsschauspieler wie Sebastian Kreutz ins Schwitzen bringen. Der Theatermann, der von 1997 bis 2011 zum Ensemble des Badischen Staatstheaters gehörte und seitdem in diversen freien Engagements in der Region zu erleben war, ist unter der Regie von Eva Kaufmann in seinem ersten Solostück am Figurentheater Marotte zu erleben.

„Piggeldy und Frederick“ für Zuschauer von vier bis acht Jahren gastiert am Freitag, 19. Juli, 16 Uhr, im Rose-Saal, Mannheimer Straße 95. Die Aufführung dauert rund 50 Minuten.

Das kleine Schwein Piggeldy hat viele Fragen – das große Schwein Frederick hat viele Antworten. Diese Kombination macht aus den beiden das perfekte Geschwisterpaar. Egal, wie oft Piggeldy seinen großen Bruder mit Fragen löchert, Frederick hat immer eine tiefsinnig-unsinnige Erklärung auf Lager. Er weiß, was Freundschaft ist, wie man Alleinsein erklärt und wozu eine Badewanne dient. Denn für Frederick ist nichts leichter als das.

Für alle Figuren mitdenken

Warum macht ein 45-minütiges Stück für ein Kinderpublikum einen so erfahrenen Bühnenmenschen nervös? „Hier spiele ich ja nicht nur selbst mit meinem Körper, sondern ich muss für alle Figuren mitdenken”, sagt Kreutz und betont: „Die echten Puppentheaterspieler studieren ja vier Jahre lang für ihren Beruf.”

Die Anforderungen beschränken sich nicht aufs Spiel, auch die Technik muss der Akteur während der Aufführung selbst bedienen. „Im Schauspiel hast du normalerweise einen Techniker, der jeden einzelnen Einsatz von Licht und Ton danach richtet, was du auf der Bühne machst. Hier steuere ich die Einsätze selbst“, beschreibt Kreutz einen Aspekt. zg

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