Oftersheim

Kerwebeerdigung Der Schlumpel Meißlinde war nur ein viertägiges Dasein beschieden

Lebewohl mit Vorfreude auf Nachfolgerin

Archivartikel

Oftersheim.Unter großem Wehklagen hat die Trauergemeinde – allen voran die Kerweborscht – am Dienstagabend die Kerweschlumpel „Meißlinde von der kaputten Museumsmauer“ beerdigt. Nicht mehr als ein viertägiges Dasein war ihr beschieden. Kerwepfarrer Hermann Dolezal verlieh der Dame noch ein letztes Mal vor ihrem Dahinscheiden eine Stimme und beschrieb in Versform, was das Missfallen der Schlumpel beim Gang durch die Gemeinde erregt hat.

Die Liste reichte von zugeparkten Straßen über Eltern, die ihre Kinder mit Riesenautos zur Schule fahren, vom Zaun beim Golfplatz bis zu Hundebesitzern mit Handy am Ohr, von der Mönchswiese über die Kreisel – Themen eben, über die die Menschen in der Gemeinde sprechen. Dazu gehören auch der Aufzug im neu gestalteten Bahnhof, das Loch in der Museumsmauer, das der Kerweschlumpel zu ihrem Namen verholfen hat, der Neubau des Rettungszentrums und das Einzelhandelskonzept. Ebenso durften die Wirtschaften und die ortsansässigen Firmen nicht fehlen.

Nach der „Predigt“ von Kerwepfarrer Hermann Dolezal verabschiedeten sich noch Dieter Burkard, der Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises, und Bürgermeister Jens Geiß von Meißlinde – um sich schon auf ihre Nachfolgerin im kommenden Jahr zu freuen. Dann stimmte die Trauergemeinde ein vorerst letztes Mal die Hymne „Oftersheimer Wind“ an. az

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