Oftersheim

Rathaus-Vorplatz Floriansjünger sorgen für den sicheren Stand / Tanne kommt mit einem Pferdefuhrwerk an

Maibaum schmückt jetzt die Ortsmitte

Archivartikel

Oftersheim.Besorgte Blicke gingen kurz vor 18 Uhr am letzten Apriltag zum düster-grauen, wolkenbehangenen Himmel. Die rund 30 Feuerwehrleute, die auf dem Rathaus-Vorplatz zusammenstanden, hatten sich eigentlich versammelt, um den Maibaum aufzustellen.

Rund um Oftersheim fegte da schon ein kräftiger Wind und auf der B 291 lagen kleinere Äste. Ein etwas größeres Exemplar brach an der Eichendorffstraße ab und verfehlte eine Zuschauerin mit ihrem Kind nur knapp. Glücklicherweise kamen die beiden mit dem Schrecken davon und wurden nicht verletzt. Es dauerte nicht lange, als der erste Alarm einging – einige aus der Mannschaft von Kommandant Rüdiger Laser wurden zu Einsätzen gerufen (siehe nebenstehenden Artikel).

Doch der Spuk dauerte nicht lange, das Maibaumstellen konnte wie geplant stattfinden. Zunächst einmal begleiteten einige Männer des Heimat- und Kulturkreises, der die Veranstaltung ausrichtet, ein Pferdefuhrwerk die kurze Strecke vom Museum die Mannheimer Straße entlang. Sie hatten die Tanne, die kurze Zeit später stolz und aufrecht die Ortsmitte schmücken sollte, auf den Anhänger geladen. Sie stammt natürlich aus dem Oftersheimer Wald.

Kurz vor der Kreuzung zur Mozart- und Eichendorffstraße koppelten die Männer vorsichtshalber die Pferde ab – die Windstöße waren immer noch zu spüren – und zogen die Ladung die letzten Meter zum Platz. Da hatte Bürgermeister Jens Geiß bereits die zahlreichen Zaungäste, die dem Treiben gespannt zusahen, begrüßt und auf die lange Geschichte des Maibaumstellens hingewiesen. Auch Dieter Burkard, Vorsitzender des Heimat- und Kulturkreises, richtete einige Worte an die Gäste.

Schieben und ziehen

Und dann war der große Moment gekommen: Auf dem Rathaus-Vorplatz postierte sich der Pulk aus Feuerwehrleuten, die nicht zu den Einsätzen ausgerückt waren, um den Maibaum mit der tatkräftigen Unterstützung der Kameraden, die im oberen Stockwerk des Schulhauses agierten, aufzustellen. Die einen schoben, die anderen zogen – und mit vereinten Kräften war die mit Zunftzeichen und einem Kranz geschmückte Tanne alsbald an Ort und Stelle.

Neben der Sonne, die sich mittlerweile von ihrer besten Seite zeigte, trug auch das Unterhaltungsprogramm zur guten Stimmung beim Publikum bei. Der Tanz der Böhmerwäldler in ihren prächtigen Trachten ist eine liebgewordene Tradition auf dem Platz. Es ist schön zu sehen, dass auch die jüngsten Mitglieder schon mitmachen und so drehten sich mehrere Generationen rund um den Maibaum im Kreis zur Musik.

Die kam vom Band. Ganz im Gegensatz zum Auftritt des Musikvereins, der – gut geschützt unter dem Dach des Rathaus-Eingangs platziert – selbstverständlich live spielte. Das Badnerlied durfte natürlich nicht fehlen. Anschließend standen die Menschen noch weiter zusammmen und plauderten.

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