Oftersheim

Forstamt Engerlinge fressen Wurzeln der Bäume auf

Maikäferlarve schadet Wald

Archivartikel

Oftersheim.Auf den sandigen Flächen in der Schwetzinger Hardt sind die Startbedingungen für junge Bäume alles andere als gut: Die Böden bieten wenige Nährstoffe und können das Wasser nur schlecht speichern. Ältere Bäume leiden außerdem unter starkem Befall durch Misteln und dem Fraß hungriger Insekten. Wie das Kreisforstamt in einer Mitteilung schreibt, führe das in der Summe dazu, dass sogar ganze Baumgruppen absterben. Auf diesen Flächen lässt die Forstwirtschaft nachhelfen und eine neue Waldgeneration entsteht.

Dabei erschwert der Waldmaikäfer die Arbeit der Förster: Während seiner vierjährigen Entwicklungszeit lebt er drei Jahre lang als Larve im Boden und kann dort erhebliche Schäden an den Wurzeln anrichten. Für dieses Problem müssen die Förster eine Lösung finden. Auf chemische Pflanzenschutzmittel wird im Staatswald aber verzichtet.

Hohe Anzahl an Pflanzen

„Wir begründen deshalb junge Bestände auf einer möglichst großen Fläche mit hohen Pflanzenzahlen“, erläutert Dr. Dieter Münch, Leiter des Kreisforstamtes. „Damit bieten wir dem Waldmaikäfer mehr, als er fressen kann. “ Proben hätten gezeigt, dass es in diesem Jahr ein kleineres Flugereignis in der Schwetzinger Hardt gibt. Ein guter Zeitpunkt für die Waldverjüngung, denn jetzt bleiben zwei Jahre, bis die Engerlinge an die Wurzeln gehen. zg

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