Oftersheim

Umfrage des Verbands Mittelstand fordert einen steuerpolitischen Dreiklang

„Maßnahmen unzureichend“

Oftersheim/Region.Der Mittelstand ist unzufrieden mit dem jüngsten Konjunkturpaket der Bundesregierung. Das ergab eine Blitzumfrage vom vergangenen Freitag unter rund 1700 Mittelständlern.

Nur ein Viertel der vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) befragten Unternehmer halten die Maßnahmen für ausreichend, um die deutsche Wirtschaft wiederzubeleben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Verbesserung der Auftragslage, Auslastung und Nachfragesituation spürt nur jeder vierte Mittelständler. Dennoch schaut die große Mehrheit optimistisch in die eigene Zukunft: Fast 80 Prozent sind davon überzeugt, dass ihr eigenes Unternehmen die Krise überleben wird, wenn auch mit Umsatzeinbußen.

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ordnungspolitische Weichenstellungen vorzunehmen, die in Deutschland seit Jahren verschleppt wurden“, meint der Oftersheimer Thomas Kobler vom BVMW Rhein-Neckar. „Liquiditätshilfen und Konjunkturprogramme können uns kurzfristig vor einer wirtschaftlichen Depression bewahren. Wachstum und Wohlstand gedeihen allerdings auf lange Sicht nur in einem vitalen Wettbewerbsumfeld mit kapitalstarken Unternehmen sowie einer kaufkraftstarken Bevölkerung.“

Sein Verband fordere von der Bundesregierung daher drei fiskalische Maßnahmen: die unmittelbare Abschaffung des Soli, die Senkungen der Stromsteuer und einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von dauerhaft 15 Prozent. Im Zusammenspiel der Maßnahmen sei dies der große Wurf für die erodierende Mittelschicht und ein deutliches Signal an Investoren, dass es den Volksvertretern ernst ist mit dem wirtschaftlichen Wiederaufstieg. zg/Bild: BVMW

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