Oftersheim

SPD Landtagsabgeordneter Daniel Born informiert sich mit Vertretern des Ortsvereins bei AVR-Umweltservice über Einführung des Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetzes

Mülbaier: Bis Jahresende steht das Kernstück

Oftersheim.Die Zielmarke der kommunalen Neugründung war vor drei Jahren hoch angesetzt: Jedes Gebäude im Rhein-Neckar-Kreis soll einen eigenen Glasfaseranschluss erhalten. Möglich macht das der Zweckverband High-Speed-Netz des Rhein-Neckar-Kreises. Der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born hat sich beim Zweckverband mit Namen „Fibernet“ in Sinsheim nach dem Stand der Umsetzung informiert, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Begleitet wurde er von Jens Rüttinger, Werner Kerschgens und Andreas Heisel, Vertreter des SPD-Ortsvereins Oftersheim.

Die werden nämlich bei Besuchen von Unternehmern, die ihren Standort im Gewerbepark Hardtwald haben, immer wieder auf dieses Thema angesprochen. Deshalb sind für Fraktionssprecher Jens Rüttinger die Hintergrundinformationen zum Stand des Ausbaus und der Arbeitsteilung zwischen Zweckverband und Kommunen wichtig: „Auch im Gemeinderat sind wir immer wieder auf sachkundige und verlässliche Informationen angewiesen, um auch auf Nachfragen antworten zu können.“

Prioritäten werden gesetzt

Dass unter den 54 Gemeinden und 75 Gewerbegebieten des Kreises Prioritäten gesetzt werden, kommt auch beim Landtagsabgeordneten an: „Kommunalpolitiker und Gewerbetreibende merken, dass es nicht so schnell vorangeht, wie sie es erwarten“, fasst er die Anfragen zusammen, die ihn erreichen. „Aber sie wollen klare zeitliche Perspektiven, auf die man sich verlassen kann und fortschreitendes Handeln“, so Born.

Auch in Oftersheim richteten sich die Erwartungen weniger allein an das Tempo der Umsetzung als an zeitliche Zusagen. Einzelne Gewerbebetriebe sähen ohne Planungshorizont den Bedarf kostspieliger Zwischenlösungen. Nach Auskunft des Zweckverbands ende derzeit in Oftersheim der eingerichtete Back-bone an der Brücke zur Hardtwaldsiedlung über die B 291. „Ab diesem Punkt sind die Kommunen gefragt. Sie müssen im Ort die Weiterverteilung des Glasfasernetzes organisieren“, erklärt Peter Mülbaier, Geschäftsführer der AVR-Umweltservice und damit der geschäftsführenden Gesellschaft des Zweckverbands. Für den wichtigen Zwischenschritt der kommunalen Feinplanung gebe es die Zusage, dass diese bis Herbst 2018 für alle Kommunen des Kreises abgeschlossen sein wird.

„Ende 2018 steht der Backbone und damit das Kernstück des Netzes“, war das Versprechen von Mülbaier an die SPD-Delegation. „Wir richten durchgängig eine Glasfaserversorgung ein mit Übertragungsraten, wie sie in Japan und Südkorea schon üblich sind, und wir wollen sie hier in jede Gemeinde bringen. Aber das ist ein Projekt über 20 Jahre.“

Zusammenarbeit nötig

„Der Anschluss an das schnelle Internet ist zentral für Zukunft und Zuhause – öffentliche und private Dienstleister, Schulen, Unternehmen und auch die Privathaushalte brauchen einen schnellen Zugang ins Netz. Da will ich nachhaken: Was da ist, was kommt, wann es kommt und woran es liegt, wenn es länger dauert“, sagte der Landtagsabgeordnete, der als Wohnungs- und Bildungspolitiker im Landtag auch immer wieder unmittelbar an den Themen Digitalisierung und Internet-Infrastruktur arbeitet. Für Born ist die Internet-Infrastruktur ein Thema, in dem Kommune, Land und Bund ganz konkret zusammenarbeiten müssen.

Dass die Versorgung mit einer langfristig zukunftsfähigen Technik in öffentlicher Hand liegt, sieht Daniel Born als große Chance: „Wenn wir im Rhein-Neckar-Kreis mit unserer Mischung aus Ballungsgebiet und ländlichem Raum schnellste Übertragungsraten des Internets für alle hinbekommen, dann sind wir Vorbild für die Versorgung in ganz Baden-Württemberg.“ Ziel sei nämlich auch, dass Gebiete von einem High-Speed-Anschluss profitieren, die für kommerzielle Anbieter unrentabel sind. zg

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