Oftersheim

Förderkreis Wildgehege Friedlicher Auftakt des Jubiläumsjahres / Verein feiert mit dem „Frühlingserwachen“ zehnjähriges Bestehen

Mystische Stimmung im Wald

Archivartikel

Oftersheim.Fast schon so unwirklich wie in einem Zauberwald wirkt die magische Stimmung, die unser Fotograf Ralf Lackner gleich zu Beginn des neuen Jahres im Oftersheimer Wald eingefangen hat. Nur der Hirsch und sein zweijähriger Junior, der vorweg läuft, streifen an jenem Morgen gemächlich im Frühnebel durch das mit Raureif bedeckte Gehölz. Sie lassen’s gemütlich angehen.

Denn turbulent wird’s im Frühjahr rund ums Wildgehege, wenn der Förderkreis mit seinem über die Grenzen der Gemeinde hinaus beliebten Familienfest „Frühlingserwachen“ ganz groß sein zehnjähriges Bestehen feiert. Die Mitglieder haben allen Grund, stolz auf das zu sein, was sie im vergangenen Jahrzehnt auf die Beine gestellt haben.

Viele Oftersheimer wollten sich damals nicht damit abfinden, dass die beiden Gehege aufgelöst werden sollten. Grund war der beginnende Ruhestand des bis zu jenem Zeitpunkt betreuenden Försters. Daraufhin rief eine Gruppe engagierter Menschen zu einer Bürgerversammlung auf, um nach Lösungen für einen Fortbestand des beliebten Ausflugsziels zu suchen.

Zustimmung zum Konzept

Schnell waren Befürworter gefunden. Die Gründung eines Vereins war allerdings nur der Anfang. Gesucht wurde eine fachliche Betreuung, eine finanzielle Grundlage – und schließlich wurde noch die Zustimmung des Gemeinderats gebraucht. Nachdem die Mitglieder des neuen Förderkreises alle Hürden genommen hatten, stimmte auch die Gemeinde am 18. Mai 2010 dem vorgelegten Konzept zur Fortführung zu. Noch im selben Jahr präsentierte sich der Verein mit zwei Festen der Bevölkerung und warb um Unterstützung.

Ein Jahr später brachte Jäger Franz Kraus aus Altrip – durch die Berichterstattung auf das Engagement des Förderkreises aufmerksam geworden – nach Absprache sein Wildschwein „Silvester“ vorbei und 2012 auch „Werner“. Beides waren Findeltiere, die er und seine Familie aufgepäppelt hatten und die heute die Stars des Geheges sind.

Mittlerweile gibt es eine breite Unterstützung für den Verein, unter anderem durch die Schüler der Comeniusschule. Und Gehegebetreuer Dieter Fackel sorgt seit Anfang an für das Wohlergehen und die kulinarische Versorgung von Rotwild und Schwarzwild. az

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