Oftersheim

Gewölberaum Fotograf Volker Jean Rahn fängt die "Magie des Augenblicks" ein

Neue Ansichten von Kuba

Oftersheim.Was gut ist, bereitet immer wieder Freude und so stellte der Fotograf Volker Jean Rahn bereits zum achten Mal seine Bilder im Oftersheimer Gewölberaum aus. "Magie des Augenblicks" nennt er die Ausstellung diesmal.

Auf der Suche nach diesen Augenblicken war er erneut auf seiner Lieblingsinsel Kuba unterwegs. Viele Menschen haben offensichtlich einen Ort, an den sie, außerhalb ihrer Heimat, immer wieder zurückkehren. Was unterscheidet nun den "Knipser" vom Fotografen? Das brachte Bürgermeisterstellvertreter Roland Seidel in seiner Begrüßung zur Sprache. Fotografieren gehört heute zum Alltag. Dafür braucht es nicht mal mehr eine Kamera, es ist schon mit Handys oder Smartphones möglich. Die Technik setzte eine Flut in Gang. Doch was halten die Menschen im Bild fest? Häufig Momente, die auch schnell wieder gelöscht werden können, so Seidel.

Ein Fotograf schaut mit anderen Augen durch den Sucher. Er sieht etwas hinter dem allzu Offensichtlichen und versteht es, genau das in Szene zu setzen. Manchmal erzählen die Aufnahmen ganze Geschichten; sind Momente des Glücks, der Trauer, der Entspannung. In dieser Ausstellung sind es ausdrucksstarken Gesichter von Kubanern, die Jean Rahn "eingefangen" hat.

Schwarz-weiß dominiert

Und diese festgehaltenen Momente in den Gesichtern sind das, was Fotos zur "Kunst" macht. Der Blickwinkel, das Licht und den passenden Augenblick zu erhaschen, dazu gehört ein gutes Gespür und ein geschultes Auge. Man spürt die Eile des Mannes, der auf dem Bild "5 vor 11" noch schnell etwas isst, bevor er wieder an die Arbeit geht, und die glühende Hitze, in der "Kühlung" gesucht wird. Die jeweiligen Titel geben nur Anhaltspunkte für das, was der Betrachter außerdem finden kann. "Der Denker" erinnert leicht an die Skulptur von Auguste Rodin.

Die Fantasie regen auch die landschaftlichen Fotos an. Ein kahler Baum mit seinen ausgestreckten Zweigen wirkt gespenstisch und hoffnungsvoll zugleich. Oder die Landschaft "Andalusia". Schwarz-weiß abgebildet vermittelt sie einen starken Moment.

Nur wenige farbige Fotos befinden sich dazwischen. So zum Beispiel der "Schauer", der ans Fenster schlägt, und in dem Moment von der farbigen Außenwelt fernhält. Das Foto "Harlem" dürfte vielen Gästen bekannt vorgekommen sein. Es befindet sich wohl als eine Art "Talisman" in den Ausstellungen Rahns. Für das Jahr 2017 war es die letzte Vernissage, die übrigens bestens besucht war.

Bis Ende Januar 2018 ist sie noch zu den Öffnungszeiten des Hauses zu sehen.

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