Oftersheim

Rosenmontagsball Sängerin erobert mit temperamentvollem Auftritt die Herzen der Narren / Hits zum Mitsingen und Mitmachen

Raffaella lässt’s im Schützenhaus krachen

Oftersheim.Fasnacht, das heißt nicht nur Umzüge oder Narrenempfang, sondern auch tanzen ohne Ende. So geschehen beim Rosenmontagsball, wo die professionelle Sängerin und Entertainerin Raffaella Belcanto im ansprechenden Ambiente des Schützenhauses den Gästen ordentlich einheizte. Eindrücklich bewies sie, dass sie nicht nur gut singen und Stimmung machen, sondern die Gäste auch zum Mitmachen animieren kann. „Bei diesem Ball am Rosenmontag legen wir nicht so viel Wert auf das Närrische“, sagte gegenüber unserer Zeitung Bernhard Romanski, der Manager und Ehemann der Sängerin, der auch als DJ fungierte, „im Zentrum des Abends steht das Tanzen.“

Einen schönen Einstieg gab es schon mit „Rot, rot, rot sind die Rosen“, dem Hit von „De Boore“. Bei diesem Lied konnten die Besucher, die sich kostümmäßig schwer in Schale geschmissen haben, gar nicht anders, als sich auf die Tanzfläche zu begeben und sich im Takt dieser Musik zu bewegen. Ob mit spitzen Teufelshörnern, in funkelnden Miniröcken, Vampir- oder Batman-Anzügen – überall sah man nur gut gelaunte, fröhliche Menschen.

Grün-Weiße schauen vorbei

Besonders stolz sind die Veranstalter, dass Mitglieder des CC Grün-Weiß der Einladung gefolgt sind, an diesem Rosenmontagsball teilzunehmen, den sie zum ersten Mal in Oftersheim durchführten und der sogleich ausverkauft war. „Wir hoffen, es wird nicht der letzte sein“, betonte Romanski.

Angeführt wurde die CC-Grün-Weiß-Truppe von der Prinzessin Julia I. und ihren beiden Vorgängerinnen. Mit ihrer funkelnden Tiara und dem ausladenden Prinzessinnenkleid war sie ein echter Hingucker. Geprägt von Anmut und Eleganz, verzauberte sie beim Tanzen die Zuschauer, die sich gerne mit ihr fotografieren ließen.

Sobald Raffaella Belcanto, die aus Mannheim stammende Sängerin mit sizilianischen Wurzeln, zu singen begann, leerten sich die Tische und die Gäste strömten auf die Tanzfläche. Immer wieder gab die sympathische Sängerin ihnen auch Gelegenheit, in die Lieder einzustimmen oder in Nostalgie zu schwelgen, vor allem bei Hits von Marianne Rosenberg wie „Er gehört zu mir“ oder den unsterblichen Songs der Gruppe Abba, den Beatles oder jenen von Boney M. aus den 1960er und 1970er Jahren. Das taten sie auch begeistert.

In die gelungene Mischung aus Rock, Soul, Latin und gefühlvollen Liebesliedern, die Raffaella auf Englisch, Deutsch oder Italienisch darbot, fielen alle im Saal ein, sangen und klatschten mit. Südländisches Feuer legte sie in „La Bamba“, ein mexikanisches Volkslied, das nur so vor Temperament strotzte. 1958 hat es der verunglückte Sänger Ritchie Valens zum Hit gemacht.

Tanzfläche füllt sich zusehends

Zwischen den Auftritten der Sängerin ergriff Stefan Garde aus dem Voralpenland das Akkordeon, um die Stimmung im Saal noch mehr anzuheizen – und das gelang ihm bei Melodien wie „Trompetenecho“, „Die Sterne am Himmel“ oder „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ sowie vielen anderen fetzigen Hits und bekannten Schlagern prächtig. Niemand blieb auf dem Stuhl sitzen, die Tanzfläche füllte sich zusehends. Denn hier spielte nicht nur ein erstklassiger Instrumentalist auf dem Akkordeon, sondern wirkte auch ein begnadeter Entertainer mit, der mit seiner charmanten Moderation das Publikum begeisterte.

Gegen Mitternacht ging es schließlich auf den Höhepunkt zu: Zwei brasilianische Sambatänzerinnen heizten den Gästen zu südamerikanischen Rhythmen ordentlich ein und brachten den Boden der Tanzfläche zum Beben.

Eine Höchstleistung erbrachten während all dieser Stunden die Mitarbeiter des Schützenhauses rund um Pächter Shkelzen Shala. Es war nicht immer ganz einfach, mit Gläsern, Krügen oder Tellern den tanzenden Gästen auszuweichen. Jedoch erfreuten auch sie sich an dieser ausgelassenen Feier mit viel Gesang und Tanz.

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