Oftersheim

Wahlausschuss Amtliches Endergebnis steht fest / Künftig vertreten sieben Parteien und Wählervereinigungen in dem Gremium die Bürger

Rathaus-Chefs sind die absoluten Stimmenkönige

Region.Das Warten auf das Endergebnis der Kreistagswahl ist vorbei. Unter Vorsitz des stellvertretenden Landrates Joachim Bauer beschloss am Mittwochnachmittag der Kreiswahlausschuss das amtliche Endergebnis der Wahl zum zehnten Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises, teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

Die eingehende Vorprüfung der Kreisverwaltung und die Entscheidungen des Ausschusses brachten zwar noch einige geringfügige Stimmenverschiebungen, doch die bereits vorläufig bekannt gegebene Sitzverteilung hat nun endgültig Bestand: Die CDU erhält im neuen Kreistag 27 Sitze (minus neun) und bleibt damit stärkste Fraktion. Ihr folgen die Grünen mit 20 (plus fünf) Sitzen, die Freien Wähler mit 18 (minus zwei), die SPD mit 17 (minus sechs), die erstmals angetretene AfD mit acht Sitzen, die FDP mit sieben (plus eins) sowie Die Linken mit vier Sitzen. Damit hat der neue Kreistag insgesamt 101 Sitze (2014 waren es noch 105 Sitze).

Sonderfall im Wahlkreis 5

Zu einem Sonderfall kam es im Wahlkreis 5 (Eppelheim), zu dem auch die Gemeinden Oftersheim und Plankstadt zählen: Aufgrund von IT-Problemen in Plankstadt lag bei der CDU zunächst Annette Dietl-Faude (Oftersheim) vor Jutta Schuster (Plankstadt). Das wurde nun noch einmal geprüft – und das Ergebnis drehte sich zugunsten von Jutta Schuster um.

Im zehnten Kreistag ist der personelle Umbruch hoch. 21 Kreisräte hatten nicht mehr kandidiert, 24 half auch der Amtsbonus nicht über die Hürde. 41 neue Kreisräte braucht der Kreis, fanden wohl die genau 268 249 Wähler. Das entspricht bei 431 669 Wahlberechtigten einer Wahlbeteiligung von 62,1 Prozent – über zehn Prozent mehr als bei der Wahl 2014.

Gesunken ist der Frauenanteil: Im neuen Kreistag sind 25 Frauen vertreten (knapp 25 Prozent). Vier davon gehören der CDU an, sechs der SPD, vier den Freien Wählern und zwei der FDP. Die Grünen entsenden sieben Kreisrätinnen in den neuen Kreistag; die Linken und die AfD jeweils eine.

Spitze der Top Ten

Ermittelt hat die Kreisverwaltung auch die Stimmenkönige bei der diesjährigen Kreistagswahl. An der Spitze der Top Ten der Kandidaten mit der höchsten gleichwertigen Stimmenzahl residiert Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht, gefolgt von Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just, Dr. Torsten Fetzner (Erster Bürgermeister in Weinheim), Bürgermeister Jürgen Kappenstein (Ketsch) und Bürgermeister Dr. Ralf Göck (Brühl).

Vor allem Bürgermeister hatten also fast kein Problem, in den Kreistag einzuziehen. Unter den insgesamt 818 Bewerbern um ein Kreistagsmandat kandidierten 29 aktive Bürgermeister und Beigeordnete, dazu neun „Ehemalige“. Von diesen 29 Bewerbern zogen 23 in den Kreistag ein. Trotzdem ist der neue Kreistag kein Bürgermeisterparlament; die Kreisräte kommen vielmehr aus der Bandbreite fast aller Berufsgruppen – und aus nahezu allen Kreisgemeinden im Rhein-Neckar-Kreis.

Insgesamt gaben die 268 249 Wähler 260 700 gültige Stimmzettel ab; die Zahl der ungültigen lag bei 2,8 Prozent. Gestiegen ist der Anteil der Briefwähler: Hier waren es insgesamt 62 831, was einem Anteil von 23,4 Prozent entspricht.

Die gültigen Stimmzettel enthielten 1 445 410 Stimmen. zg

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