Oftersheim

Sehr traurige Energien

Niedersachsen kämpft mit einer selbst ernannten Elfenbeauftragten gegen Unfälle auf der stark frequentierten A 2. Geht es Ihnen auch wie mir? Als ich von dieser bahnbrechenden Methode gehört habe, musste ich mich erst einmal vergewissern, dass der 1. April einerseits schon vorbei ist und andererseits auch noch in weiter Ferne.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beschreitet auf ihren Autobahnen ungewöhnliche Wege im Kampf gegen Verletzte und Tote. Was ja auch sehr löblich ist. Und dass Vernunft nicht bei allen Führerscheinbesitzern ein überzeugendes Argument ist, haben wir fast alle ja schon selbst erfahren. Warum es also nicht einmal mit Spiritualität versuchen?

Und sie wurden doch tatsächlich von der Fachfrau für Naturgeister und Fabelwesen – die zur Sicherheit von einer Tierkommunikatorin bei ihren parapsychologischen Unterfangen unterstützt wurde – bestätigt. Tatsächlich wollen die beiden Expertinnen mit direktem Draht zum Überirdischen „sehr traurige Energien“ auf der A 2 verspürt haben.„In einigen Fällen waren es aufgebrachte Naturwesen, die rebellierten und sich ihr Stück Natur zurückholen wollten“, werden sie zitiert.

Aber zum Glück haben sie auch eine Lösung gefunden – sozusagen den Stein der Weisen im Kampf gegen Unfälle: Sie haben die Oberfläche versiegelt, was, wie sie sagen, helfen könnte. Die jüngsten Verkehrsmeldungen sprechen allerdings eine andere Sprache.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Elfenbeauftragte, wie es sie ja auch in Island gibt, der Weisheit letzter Schluss ist. Aber man könnte es vielleicht mal mit Elwedritschejägern versuchen.

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