Oftersheim

Theodor-Heuss-Schule 32 Jugendliche der Klassen 9 und 10 bestehen Prüfungen / Abschlussfeier steht unter dem Motto "American Show Proms"

Selina, Melisa und Eva sind die Besten

OFTERSHEIM."Leben wie ein Feuerwerk" - Wincent Weiss hat es beschrieben, die Abgänger der Theodor-Heuss-Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (THS) wünschen es sich zum Abschluss ihrer Entlassfeier laut singend. Gänzlich in Weiß, Blau und Rot gehalten ist die Dekoration im evangelischen Gemeindehaus dem amerikanischen Motto "American Show Proms 2017" angepasst. Jeder Schüler hat seinen eigenen Stern mit Handabdruck auf dem ganz individuellen Walk of Fame hinein in den großen Saal.

Mit Sekt und Fingerfood begrüßen sie ihre Gäste - Familien und Freunde - im Foyer, ein Hauch von Aufregung umspielt die Szenerie. Sitzen Kleid und Frisur? Habe ich meinen Text noch im Kopf? Puh, gleich geht es los! Und schon sind Handys und Kameras gezückt, die ersten Selfies werden gemacht, die Eltern filmen und knipsen ihre Sprösslinge im Gala-Outfit und als "junge Menschen auf dem Weg in die Welt". Glamourös sind überwiegend die Roben der Mädels, manchmal salopp das Outfit der Jungs.

Stolz sind die 32 Absolventen aber alle, schon, als sie mit Musik hereinspazieren, um wenig später auf der Bühne etliche Quizfragen zu stellen, Tänze zu präsentieren und den Applaus für ihre Leistungen einzuheimsen. Gefilmt haben die Neuntklässler all das, was ihren Schulalltag ausmachte vom ersten Schritt in die THS bis zum großen Sprung hinaus - das sorgt für Amüsement und gibt Applaus.

Die erste Challenge des Abends bringt einige Schüler aus der neunten und zehnten Klasse auf die Bühne. Sie sollen anhand von Babybildern erkennen, welcher ihrer Lehrer zu sehen ist. Gar nicht so einfach, jedoch in der Auflösung immer ein Gewinn für die Lachlaune. Rückblicke auf Schulfahrten in Form von Filmen oder Powerpoint-Präsentationen ziehen in den Bann, ebenso ein selbstkreierter Tanz der 9a zu multikulturell gemischten Hits von Rap bis "Atemlos" und Sirtaki-Einlagen, wobei die Kids in etlichen Sprachen willkommen heißen.

Dann stehen die Lehrer auf dem Prüfstand gegen Schüler mit Fragen in Sachen Allgemeinwissen, Mathematik und Alltag. Sie schlagen sich gut beim Zungenbrecher, versagen aber, wenn es um Beauty-Youtuber geht, amerikanische Fernsehserien können die Jugendlichen auch besser zuordnen und benennen.

Schülersprecher Kevin Eigner hat einige Worte zum "besonderen Tag" parat: "Wir sind in der Schulgemeinschaft stark geworden, wir hatten immer etwas zu lachen, haben alle so akzeptiert, wie sie sind. Schlechte Tage endeten oft auch positiv - jetzt wünschen wir uns Erfolg, Glück und, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen." Ein außerordentliches Lob bekommt die Klassenlehrerein Stefanie Gehrlein: "Sie wollen immer nur das Beste für die Menschen und sind immer gut gelaunt, sie waren wie eine zweite Mutter für uns."

Filmisch geht der Abschied von der Pädagogin mit Schlagworten zum Schulleben über die Bühne, viele Geschenke gibt es dazu.

Die erhält auch Christina Beuther, die die Zehnte unterrichtete, dazu bewegte Bilder mit Passagen zum Weihnachtsfrühstück bei der Lehrerin zu Hause und der Fahrt nach Köln. Wie die Neuntklässler danken auch die Zehntklässler ihren Lehrern mit kleinen Geschenken und netten Worten, bevor Rektorin Alexa Schäfer das Mikrofon ergreift.

"Team, Training, Spiel", vergleicht sie das Schulleben mit einer Fußballmannschaft, in der man dank guter Trainer (Lehrer) neben dem vergänglichen Spaß auch tiefe Freude erleben darf. Fußball-Bundestrainer Jogi Löws Satz "Wer den Mut hat, läuft auf" leiht sie sich und bezieht ihn auf die Ex-Schüler, die Höhen und Tiefen durchlaufen hätten. Dazu dankte sie den Lehrern für die Betreuung der Klassen. "Sechs Schüler haben den Werkrealschulabschluss nicht erreicht", appellierte sie an die Eltern, die Beratungsgespräche in der neunten Klasse ernst zu nehmen, da "Klasse zehn noch einmal schwerer ist, es wird viel gefordert".

Die Abgänger sollten sich positive Ziele setzen und niemals locker lassen, diese zu erreichen, betont sie. "Die Schule war nur Trainingslager, jetzt müsst ihr am Ball bleiben, nach links und rechts schauen und weiter fair spielen, damit ihr ohne Knochenbrüche die nächste Chance ergreifen könnt", wünscht sie und schließt mit Fußballtrainer Giovanni Trapattonis legendären Worten: "Ich habe fertig."

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