Oftersheim

SPD-Ortsverein In der Vorstands- und Kandidatensitzung geht es um bezahlbaren Wohnraum / Mitglieder betonen Wichtigkeit von gemeindeeigenen Immobilien

Sind die klassischen Infostände heute eigentlich noch zeitgemäß?

Archivartikel

Oftersheim.Neue Wege ausprobieren, auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen, das war das Thema der vergangenen Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins. Vorstandsmitglieder und Kandidaten für die Kommunalwahl trafen sich, um den anstehenden Wahlkampf detailliert zu planen, heißt es in einer Mitteilung der Sozialdemokraten Matthias Agirdogan.

Die Liste für die Kommunalwahl stehe und das Programm sei ausgearbeitet. So tauschte man sich darüber aus, wie man die Inhalte und die Personen den Oftersheimern vorstellen kann. Zu Beginn hatten sich alle Anwesenden erneut für ein starkes Europa ausgesprochen, da die jüngsten Entwicklungen des Brexits deutlich machten, welche Unsicherheiten und unkalkulierbaren Aussichten auf uns Europäer zukommen, wenn anti-europäische Kräfte und Parteien die Deutungshoheit übernehmen, heißt es weiter.

Auf kommunaler Ebene gab es eine breite Diskussion über die Formen des Wahlkampfes. So stellten die Gemeinderäte Jens Rüttinger und Werner Kerschgens den jüngeren Kandidaten zunächst einmal einige Grundlagen – vom Infostand bis zu Hausbesuchen – vor. Der klassische Infostand wurde in Frage gestellt. Dementsprechend fragte sich Gemeinderatskandidat und Vorstandsmitglied Matthias Agirdogan ob die Idee nicht tot sei, da viele Passanten nicht angesprochen werden wollen. Gemeinderat Bernd Hertlein hielt dagegen, dass Totgesagte häufig länger leben und man einfach nur an ein paar Stellschrauben drehen müsse, um das Ganze ins Jahr 2019 zu holen.

Jugendgemeinderat und SPD-Kandidat David Anderle brachte sehr gute Ideen für die jungen Wähler ein, teilen die Sozialdemokraten mit, die auf breite Zustimmung der Anwesenden stießen. Gemeinderatskandidatin Claudia Ruhland und Schriftführerin Gabi Wenner brachten nochmal die Wohnsituation in der Gemeinde auf die Tagesordnung, da beide immer die gesamte Familie vom Enkel bis zu den Großeltern im Blick hätten und sich mit aller Deutlichkeit für eine zukunftsorientierte Heimatgemeinde aussprachen, heißt es.

Nachfragen jüngerer Bewerbern

Es sei zu einigen Nachfragen der jüngeren Kandidaten gekommen und so hätten die erfahrenen Genossen nochmal sehr klar darauf hingewiesen, dass es immer die Vertreter des SPD-Ortsvereins gewesen seien, die sich für den Erhalt und den Ausbau der gemeindeeigenen Wohnungen einsetzten. Andere Vertreter, so steht es in der Mitteilung weiter, hätten es gar nicht abwarten können, so viele wie möglich der gemeindeeigenen Immobilien zu veräußern. Heute sei man über diese Unnachgiebigkeit froh und freue sich, dass die anderen Vertreter sich der SPD angeschlossen hätten, um eine völlige Überhitzung des angespannten Wohnungsmarktes zu vermeiden.

Man wolle das Rad nicht neu erfinden, aber zum Rollen bringen. Die SPD schaue freudig auf die spannende Zeit und die Bürger könnten sich auf einige Neuerungen freuen, ohne das Altbekannte vermissen zu müssen, heißt es abschließend. zg

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