Oftersheim

So läuft der Online-Unterricht in Oftersheim

Oftersheim.Das Homeschooling geht in die nächste Runde. Bis Ende Januar bleiben alle Grundschulen, Kitas und weiterführende Schulen geschlossen. Präsenzunterricht findet nicht statt. Nur die Abschlussklassen können von dieser Regelung abweichen, heißt es in der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 8. Januar. Das bedeutet für die Oftersheimer Grundschüler: zu Hause lernen.

„Seit dem ersten Lockdown haben wir uns stetig fortgebildet“, erklärt Alexa Schäfer (kleines Foto), Rektorin der Theodor-Heuss-Grundschule, im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Lehrkräfte hätten in der Zwischenzeit Schulungen zur Nutzung des Webkonferenzsystems „Big Blue Button“ und der Lernplattform „Moodle“ besucht und seien nun gut vorbereitet (wir berichteten). „Für die Erst- und Zweitklässler ist es schwer, dem Online-Unterricht ohne die Hilfe der Eltern zu folgen“, sagt die Rektorin.

Hier arbeiteten die Lehrer hauptsächlich mit Wochenplänen und Arbeitsaufträgen per E-Mail. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Umfrage zum Thema ,Homeschooling’ gemacht. Dabei kam heraus, dass sich viele Eltern Wochenpläne und Aufträge per E-Mail wünschen“, fügt Schäfer hinzu.

Deshalb habe sich das Schulkollegium dazu entschieden, eine Hybridlösung anzubieten und sowohl auf analoge Pläne als auch Videokonferenzen zurückzugreifen.

Wer zu Hause kein Endgerät zur Verfügung habe, könne sich bei der Schule außerdem ein Tablet ausleihen. Im Zuge des Digitalpakts von Bund und Ländern haben die Oftersheimer Schulen Endgeräte für den Unterricht gestellt bekommen, die sie nun bei Bedarf für die Zeit des Homeschoolings an die Schüler übergeben.

Gezielt digitaler Unterricht

„In den Klassenstufen 3 und 4 nutzen wir gezielt den digitalen Unterricht. Wir haben dafür ein Rückmelde-System eingerichtet, mit dem die Kinder bearbeitete Arbeitsblätter hochladen und anschließend direkt Feedback vom Lehrer bekommen können“, erklärt die Schulleiterin. Sie blickt zufrieden auf die ersten beiden Unterrichtstage während des Lockdowns.

„Anfangs hatten einige Schüler und Lehrkräfte Verbindungsprobleme mit ,Moodle’. Diese Schwierigkeiten sind allerdings in ganz Baden-Württemberg aufgetreten“, sagt Schäfer. Die Pädagogen würden in solchen Situationen flexibel reagieren und für den Unterricht einfach ein anderes Zeitfenster wählen. Denn die Verbindungsprobleme treten vor allem dann auf, wenn sich vormittags viele Schüler und Lehrer gleichzeitig in das System einloggen.

„An der Theodor-Heuss-Schule arbeiten alle eng zusammen. So steht auch das Team der Schulsozialarbeit weiterhin zur Verfügung, plant Mitmachaktionen und erstellt Rätsel für die Kinder“, fügt Schäfer hinzu. In der Notbetreuung lernen derzeit über die Woche verteilt insgesamt zehn Kinder. „Das ist überschaubar“, sagt Schäfer.

In der Friedrich-Ebert-Grundschule ist der Unterricht ebenfalls ohne große Probleme gestartet. „Wir haben für jeden Schüler einen ,Moodle’-Zugang eingerichtet und das Kollegium für den Online-Unterricht fortgebildet“, erzählt Schulleiterin Alexandra Brake (kleines Foto). Mit den Kindern hätten die Lehrkräfte seit dem Herbst 2020 stetig den Umgang mit „Moodle“ und „Big Blue Button“ geübt, so dass die Schüler nun sicher mit den Programmen umgehen könnten. Die Lehrer der Grundschule unterrichten aktuell digital über Videokonferenzen, haben aber zusätzlich auch Lernpakete gepackt und Wochenpläne organisiert.

„Zeitweise sind das Netzwerk oder die Plattform ,Moodle’ überlastet oder einzelne Kinder haben Probleme mit der Internetverbindung. Generell hat das Homeschooling bisher aber sehr gut funktioniert“, zieht Brake, die im ständigen Austausch mit Rektorin Alexa Schäfer steht, eine erste Bilanz.

Unklarheiten schnell beseitigt

Auch das Feedback der Eltern sei positiv. „Manchmal gibt es Unklarheiten bei einzelnen Aufgaben, aber die können die Kollegen meistens schnell ausräumen. Sie bieten den Kindern Hilfestellung an und helfen bei Fragen weiter“, berichtet die Rektorin. Der Unterricht findet für alle Klassenstufen der Grundschule sowohl digital als auch analog über die Wochenpläne statt. „Die Videokonferenzen sind dabei auch für den Austausch und für Fragerunden gedacht“, merkt sie an.

Für die Notbetreuung der Friedrich-Ebert-Grundschule sind momentan 26 Kinder angemeldet. Die Schüler sind in drei Gruppen aufgeteilt und bearbeiten vor Ort die Aufgaben ihrer Lehrer.

Die beiden Rektorinnen sind mit dem etwas anderen Schulstart nach den Weihnachtsferien den Umständen entsprechend zufrieden. Bleibt abzuwarten, ob die Kinder im Februar wieder zum Präsenzunterricht in die Schule gehen werden.

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