Oftersheim

Jugendzentrum Bei drei Bands aus der Region kommen Fans von Musik der härteren Sorte voll auf ihre Kosten

Sommerrock geht richtig in die Ohren

Archivartikel

OFTERSHEIM.Es rockt im Jugendzentrum (Juz) beim fünften Sommerrock-Festival! Drei Bands, dabei eine Bühnenpremiere, bringen harte Töne auf die Hautnah-Bühne. Ins Warm-up geht es an diesem Abend mit der Walldorfer Band „Burnout“, die schon beim „Osterrock“ im Juz zeigte, was sie kann. Fans von Pop-rock und Poppunk, aber auch von härteren Elementen aus Hardrock, Punk und Metal, kamen dabei voll auf ihre Kosten.

Patrick „Padde“ Prokop (Gesang, Gitarre), Johannes „Joe“ Kaiser (Bass) und Benjamin „Benny“ Peterka (Schlagzeug) haben sich 2011 auf die Fahnen geschrieben, eigene Songs zu komponieren und bei ihren Konzerten zu präsentieren. Dazu gehören Inhalte wie die erste Liebe, Geschichten, die sich im Alltag abspielen, aber auch gesellschaftskritische Aspekte. Gut eine Stunde lang hauen sie ihre Songs raus, dem noch spärlichen Publikum gefällt die Mischung.

Eingängige Gitarrenriffs

Die Drums ziehen die Füße aufs Parkett, der Bass lässt vibrieren, die Gitarrenriffs gehen ins Ohr, Padde tut sein Eigenes dazu, setzt mit seiner Stimme Akzente in jeden Song. „American Idiot“, „All the small things“ oder „Toxic“ haben alle den unverkennbar harten Anstrich, den die Jungs mit Macht und Spiellaune rüberbringen.

Im Juz-Hof sammeln sich derweil schon Eltern, Freunde und Fans der noch jungen Band „Hospital Revival“. „Eigentlich wollten wir abwarten mit dem ersten Auftritt, bis unsere CD fertig ist und eine Release-Party machen“, erklärt Daniel Hornung, Gitarrist bei „Hospital Revival“. Weil sie aus anderen Formationen im Oftersheimer Jugendtreff schon bekannt waren, sind sie für einen Absage-Act spontan eingesprungen.

Hornung, Patrick „Pat“ Kammer (Bass), Fabian Müller (Schlagzeug) Tobias „Dr. B“ Bundus (Gesang) und Yannick „Dr. B“ Bayer (Gesang, Gitarre) ziehen die Arzt- und OP-Kittel über und gehen ans Verarzten der Ohren der mittlerweile recht zahlreich anwesenden Zuhörer.

Heavyrock aufs Trommelfell

Mit knallhartem Heavyrock gibt es gehörig was aufs Trommelfell. Alternative Metal, Grunge und Alternative Rock gehören zu den bedienten Genres.

Ein Jahr spielen die Jungs aus Hockenheim, Reilingen und der Region zusammen, widmen sich eigenen Songs und vor allem intensiven Texten mit Botschaften, aber auch ihrer eigenen Handschrift auf Nenas „99 Luftballons“. Das fetzt.

Damit sich alle Bands wohlfühlen, hat das Team um Jugendhausleiter Sebastian Längerer eine Catering-Lounge gerichtet, in der sich Band drei des lauten, harten, abendfüllenden Musikprogramms – „Built to resist“ – vorbereitet. Die Headliner stecken zudem mittendrin in den letzten Vorbereitungen für ihr eigenes Open Air am Samstag, 7. Juli, in Viernheim, das „Taubenrock Open Air“.

Während „Hospital Revival“ drinnen spielen, laufen die Handys der Musiker heiß. Die Bühne steht noch nicht ganz, irgendwie läuft’s nicht rund. „Ist unser erstes Open Air, das wir veranstalten“, meint noch recht entspannt Johannes Weber (Gitarrist). Schon klingelt das Handy wieder. Katharina Meßner (Gesang, Geige, Piano), Dennis Nickel (Bass), Nils Hollstein (Gesang, Gitarre, Piano) und Vincent Gruneck (Schlagzeug) konzentrieren sich auf den Gig an diesem Abend, bauen ihre Instrumente auf und legen los.

Die Spannung fällt zusehends von ihnen ab, als sie erstmal auf der Bühne stehen. „Hurricane“, „Gone“, „Are you my girl?“, dann Werbung für die eigene EP – das muss sein.

Rund 60 Jugendliche kommen über den Abend verteilt, damit bleibt der Besucherschnitt der Konzerte konstant, obgleich beim Scheuerfest am gleichen Abend in der Hardtgemeinde die regional bekannte Band „Who2Ladies“ spielt: „Die sprechen ein ganz anderes Publikum an“, sagt Sebastian Längerer und ist mit dem Sommerrock 2018 zufrieden.

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