Oftersheim

Sparen lieber anderswo

Das Rettungszentrum von Feuerwehr und Rotem Kreuz nimmt nach drei Jahren Vorplanung bald konkrete Formen an. Der Gemeinderat hatte ja einen Kostendeckel von fünf Millionen Euro beschlossen, der auch eingehalten wird – allerdings lediglich für das Gebäude, das gegenüber dem Edeka-Markt entsteht. Für technische Ausstattung werden wohl weitere 1,5 Millionen Euro fällig. Ein stattlicher Betrag.

Ohnehin werden immer wieder Stimmen laut, ob sich für ein Bauprojekt dieser Art nicht mehrere Kommunen zusammenschließen sollten. Dafür sprechen – ohne Frage – die finanziellen Synergieeffekte.

Allerdings glaube ich, ist man schlecht beraten, wenn man bei gemeinnützigen Organisationen alles an den Kosten festmacht. Denn zum einen ist die Feuerwehr gesetzlich dazu verpflichtet, spätestens zehn Minuten nach einem abgeschlossenen Alarm am Unglücksort zu sein. Und das wäre – im Fall von Oftersheim – schwierig, würde man beispielsweise mit Schwetzingen oder Plankstadt zusammengehen.

Zum anderen spricht für ein eigenständiges Domizil in der Gemeinde die Ortskenntnis der Floriansjünger. Da muss im Notfall niemand mehr lange überlegen, wo die betreffende Straße ist.

Und außerdem ist die interkommunale Kameradschaft bei den Feuerwehren ohnehin sehr ausgeprägt. Wenn beispielsweise eine Drehleiter gebraucht wird, ist Schwetzingen gleich zur Stelle.

Ich finde, die Investitionen für das Rettungszentrum sind gut angelegt. Sparen ist an anderer Stelle sinnvoller.

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