Oftersheim

Aktion Anlaufstelle für Geflüchtete nimmt an „Platz für Asyl in Europa“ in Stuttgart teil

Stühle aus der Hardtgemeinde stehen in der Landeshauptstadt

Archivartikel

Oftersheim.Mit zwei bunten Stühlen hat sich der Asylkreis an der Aktion „Platz für Asyl in Europa“ der Diakonie Württemberg beteiligt. In den monatlich stattfindenden Teestunden haben Geflüchtete und Einheimische mit viel Liebe diese Stühle gestaltet und sie nach Stuttgart gebracht, heißt es in einer Pressemitteilung. Einer der beiden Ofersheimer Stühle wurde mit Wolle bespannt. Beide Exemplare, die der Asylkreis verziert hat, sollten schön bunt und mit der blauen Europaflagge mit den zwölf goldenen Sternen geschmückt sein.

So war es dann auch ein schönes buntes Bild, als verschiedene Personen und Kreise aus Baden-Württemberg rund 1000 Stühle auf dem Stuttgarter Marktplatz aufstellten und damit zum Ausdruck brachten, wie bunt, offen und vielfältig unsere Gesellschaft sein kann, in der auch Flüchtlinge ihren Platz und ihren Schutz haben sollen.

Noch unter dem Eindruck von Terror und Verfolgung in unserem Land haben die Macher des Grundgesetzes vor 70 Jahren das Recht auf Asyl, festgeschrieben. Die Kampagne „Platz für Asyl in Europa“ soll daran erinnern, dass Asyl ein Menschenrecht ist und Flüchtlinge einen Platz in unserem Land, ja in ganz Europa bekommen müssen.

Mehr als tausend bunt gestaltete Stühle aus ganz Baden-Württemberg hatte die Diakonie in einer Installation auf dem Stuttgarter Marktplatz ausgestellt. Als Vorbild für die Aktion dienten Asylstühle und Asylsteine, die in alten Kirchen zu finden sind. Die Diakonie Württemberg macht sich mit der Kampagne „Platz für Asyl“ für den Flüchtlingsschutz und eine offene Gesellschaft der Vielfalt stark. Die Stühlegestalter waren Flüchtlingsinitiativen wie beispielsweise der Oftersheimer Asylkreis, Kirchengemeinden, Schulen, diakonischen Einrichtungen und Kommunen.

Zeichen für offene Gesellschaft

„Jeder Asylstuhl setzt in einzigartiger Vielfalt ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und zur Ermutigung geflüchteter Menschen. Mit der Kampagne leisten wir gemeinsam einen Beitrag für ein vielfältiges menschenfreundliches Europa“, sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, zum Auftakt der Veranstaltung. „Diese Asyl-stühle sollen uns daran erinnern, dass wir ,Ja‘ sagen zu einem Europa der Menschenrechte“, betonte Landesbischof Frank Otfried July.

Neben der Installation auf dem Marktplatz waren Besucher zu einem liturgischen Mittagsgebet in der Stiftskirche eingeladen, das von Menschen mit und ohne Flüchtlingshintergrund gestaltet wurde. Es gab ein Bühnenprogramm mit Vertretungen aus Kirche, Politik und Gesellschaft und die Band „füenf“ trat auf. zg

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