Oftersheim

Kommunalpolitik Theodor-Heuss-Schule wird zur Ganztagsgrundschule / Gemeindeentwicklungskonzept ist Voraussetzung für Aufnahme ins Landessanierungsprogramm

Tempo 30 im Ortsgebiet rückt in greifbare Nähe

Archivartikel

Oftersheim.Der Gemeinderat hat viele kommunalpolitische Entscheidungen mittels elektronischem Umlaufverfahren beschlossen, aber dennoch sind einige Beschlüsse auch in Präsenzsitzungen gefallen – zum Jahresanfang im Ratssaal, dann im größeren Rose-Saal – und im Dezember in der Kurpfalzhalle. Auch die Bürger waren beteiligt.

Zunächst stimmten die Eltern ab, ob sie eine Ganztagsgrundschule befürworten. An einem Informationsabend nahmen rund 130 Mütter und Väter teil. Die Rektorin der Theodor-Heuss-Schule, Alexa Schäfer, hat gemeinsam mit Bürgermeister Jens Geiß und der Sachgebietsleiterin Isabel Heider einen Überblick über die Angebote gegeben.

In Zukunft wird eine Haushaltskommission – wie es sie auch in anderen Kommunen gibt – einzuberufen. Sie soll Ausgabenreduzierungen und eine Prioritätenliste erarbeiten, um die Schulden der Gemeinde im Blick zu behalten.

Über der Klausurtagung des Gemeinderats zum Gemeindeentwicklungskonzept standen zwei große Fragen. Wie soll sich Oftersheim in den nächsten 15 Jahren entwickeln? Wo will die Gemeinde hin? Bereits im März, wenige Tage vor dem Lockdown, hatte die Verwaltung die Bürger in die Kurpfalzhalle eingeladen. Der Bürger-Workshop zwei Wochen später musste Pandemie-bedingt schon ausfallen.

Die Einwohner von Oftersheim sollten ihre Ideen und Vorschläge zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde einbringen. Auf einem Luftbild durften die interessierten Teilnehmer rote und grüne Würfel verteilen, um auf Schätze und Mängel in Oftersheim hinzuweisen. Das Gemeindeentwicklungsprogramm hat die Firma „Steg“ in der September-Sitzung im Gemeinderat vorgestellt. Es bildet die Grundlage für eine Bewerbung um die Aufnahme ins Landessanierungsprogramm.

Und schließlich scheint beim Thema „Tempo 30 im Ortsgebiet“ endlich ein glückliches Ende in Sicht zu sein. Nach einigen Anläufen und vielen Rückschlägen ist der Lärmaktionsplan, den die Firma BS Ingenieure erstellt und in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats präsentiert hat, nun vermutlich die Voraussetzung, um Geschwindigkeitsreduzierungen unter anderem in der Heidelberger und Mannheimer Straße dauerhaft und ganztags umsetzen zu können. Der Lärmaktionsplan regt weiterhin an, Lärmsanierungsmaßnahmen prüfen zu lassen.

Der Entwurf des Machwerks ist ab sofort unter www.oftersheim.de einzusehen und liegt später, wenn es die Corona-Vorgaben wieder zulassen, auch öffentlich für die Bürger zur Einsicht aus. az

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