Oftersheim

Nachruf Alt-Gemeinderat mit 70 Jahren gestorben

Trauer um Franz Geiß

Archivartikel

Oftersheim.Nur wenige Monate nach seinem 70. Geburtstag ist am Montagabend Franz Geiß verstorben – völlig unerwartet und mitten aus dem Leben gerissen. Er war ein Ur-Oftersheimer, der immer mit seiner Heimatgemeinde in besonderem Maße verbunden war – beruflich, kommunalpolitisch und gesellschaftlich. Dementsprechend bekannt und geschätzt war er im Ort, auch wegen seiner Fröhlichkeit und Freundlichkeit.

Die Volksbank war seine berufliche Heimat – und das viele Jahre. Mit knapp 15 Jahren begann er 1963 in Oftersheim seine Lehre, bildete sich fort und brachte es bis zum studierten Bankfachwirt, wodurch er sich bald hausintern für höhere Aufgaben empfahl. Bis 1986 leitete er die Oftersheimer Filiale und wurde dann Vorstandsmitglied des Genossenschaftshauses. 17 Jahre lang gehörte er dem Gremium an, ehe er sich gesundheitlich entschloss, in die zweite Reihe zurückzutreten und geraume Zeit später in den Vorruhestand einzutreten. Diesen genoss er seitdem in vollen Zügen, ganz besonders in seiner Rolle als Opa – Tochter Eva Mähringer schenkte ihm zwei Enkelsöhne und eine Enkeltochter, Sohn Jens Geiß zwei Enkelinnen.

Ein Vorbild für Sohn Jens

„Er war immer ein Vorbild für mich“, sagte am Dienstag sein Sohn Jens, der sich nach seiner Wahl zum Bürgermeister vor fast fünf Jahren stets auf den väterlichen Rat verlassen konnte. Er trat mehrfach in die Fußstapfen des Vaters, nicht nur beruflich als gelernter Bankkaufmann, sondern auch in der Kommunalpolitik und der Musik.

Denn auch kommunalpolitisch hatte Franz Geiß seine Spuren hinterlassen: Ab 1984 saß er zwölf Jahre für die Freien Wähler im Gemeinderat. Zudem wirkte er lange im Vereinskartell mit, etwa bei der Organisation des „Schmutzigen Donnerstags“. Und Franz Geiß war einer der Begründer der Partnerschaft mit dem sächsischen Weinböhla, quasi ein Mann der ersten Stunde.

Zeit seines Lebens galt seine Liebe der Musik und dem Oftersheimer Musikverein, dem er von klein auf angehörte. Franz Geiß spielte Trompete und Flügelhorn, später engagierte er sich im Vorstand, zuletzt viele Jahre als zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer. Auch hier hinterlässt er eine große Lücke, vor allem aber in der Familie, die ihm ganz besonders wichtig war. ali/Bild: privat

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