Oftersheim

Über Wert und Wertigkeit

Archivartikel

Ist es ein Streich, den Kinder unbedacht gespielt haben? Oder wie soll man die unsinnige Zerstörung einordnen? Wie kommen acht- bis elfjährige Kinder darauf, Äpfel anzubeißen und Äste abzuknicken? Spaß ist das jedenfalls nicht. Schon gar nicht rund um eine Kirche, in dem Fall der Christuskirche.

Sicher: Viele von uns haben schon Kirschen (oder andere Früchte) aus Nachbars Garten stibitzt. In Ordnung ist das auch nicht. Aber es macht meines Erachtens doch einen großen Unterschied, ob man das Obst dann isst und genießt oder ob man es wegwirft. Einfach so, aus einer Laune heraus. Es zeugt davon, dass unsere Gesellschaft den Wert von Lebensmitteln nicht mehr zu schätzen weiß und diese Denkhaltung offenbar an die Kinder weitergibt.

Unser Essen ist jederzeit verfügbar. Und zwar vielfach in einem Maße und zu einem Preis, dass wir es scheinbar verschwenden dürfen. Seien wir froh darüber. Aber wenn der Klimawandel genauso rasant wie in den vergangenen Jahren weitergeht, muss das nicht so bleiben.

Geiz ist geil. Diese Mentalität droht uns vielleicht bald, um die Ohren zu fliegen. Auch die Skandale in der Lebensmittelbranche in jüngster Vergangenheit – nicht nur um die Qualität der Nahrungsmittel, sondern auch um den zum Teil menschenunwürdigen Umgang mit den Beschäftigten in diesem Industriezweig – scheinen mehr als nur Vorboten dieser Entwicklung zu sein.

Wir sollten uns einfach öfter Gedanken machen, wie wir mit den Ressourcen, die uns Mutter Natur zum Glück noch üppig zur Verfügung stellt, umgehen. Und das auch der nächsten Generation vermitteln.

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