Oftersheim

„Volkskunde und Brauchtum“ Poesiealben aus drei Jahrhunderten in Brühl bewundert

Verse schinden Eindruck

Archivartikel

Oftersheim.Die Frauen des Arbeitskreises „Volkskunde und Brauchtum“ wurden bei ihrem Besuch ins Heimatmuseum Brühl zur Poesiealben-Ausstellung von Volker Kronemayer und Winfried Höhn empfangen. Letzterer sammelt besondere Exponate, die in der Ausstellung zu sehen sind. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand der Brauch, guten Freunden, schöne Wappen, Zitate, Reime und nette Sprüche ins Stammbuch zu schreiben. Später, im 18. Jahrhundert, kamen zu den Sinnsprüchen auch Widmungen und Zeichnungen.

Der Höhepunkt der Poesiealben wurde im 19. Jahrhundert erreicht. Diese waren ein ständiger Begleiter der jungen Generation. Liebevolle Verse in Schönschrift – verziert mit Scherenschnitten, Rosenbildern, Oblaten aus Papier, Zeichnungen und vieles mehr – schmückten die einzelnen Seiten der Alben.

Mag auch so mancher Eintrag von Freunden und Schulkameraden etwas kitschig klingen, Poesiealben sind eben persönliche Erinnerungen und ein Stück aus dem Leben. yw

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