Oftersheim

Evangelische Kirchengemeinde Christus macht die unruhige Welt hell und die Angst klein

Vertrauen auf Jesus statt Nachrichtendiät

Archivartikel

Oftersheim.„Nachrichten gefährden ihre Gesundheit.“ Diese Meldung habe ich in der Zeitung gelesen. Schlechte Nachrichten über Terroranschläge und Naturkatastrophen würden das Immunsystem des Menschen schädigen, hat ein Arzt erklärt: Wenn Menschen hören und lesen, was sie beunruhigt, gelangt das Stresshormon Cortisol in die Blutbahn. Die Folge: Die Menschen sind anfälliger für Infekte und Verdauungsstörungen. Und auch das Wachstum von Knochen und Haaren wird gestört. Der Arzt empfiehlt: Weniger Nachrichten schauen, lesen und hören. Also strenge Nachrichtendiät.

Auch ich habe beim Zeitungslesen und Nachrichtenhören gerade in diesen Tagen oft das Gefühl, die Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Darum kann ich die Menschen gut verstehen, denen viele Nachrichten Angst machen. Diese Sorgen scheinen manche Politiker noch zu verstärken. Sie wissen genau: Ängstliche Menschen sind leicht verführbar. Die sehnen sich nach starken Politikern, die sagen, wo’s langgeht. Denen kann man dann einfach folgen.

„Ihr Christen sollt euch nicht Angst machen lassen! Denn ihr seid Kinder des Lichts!“ Das steht in der Bibel. Kinder des Lichts orientieren sich an Jesus Christus. Der ist das Licht der Welt. Wo Menschen in seinem Sinn leben, wird es hell. Daher gibt es für Christen keinen Grund, pessimistisch in die Zukunft zu blicken, sagt die Bibel. Christen sind nicht Kinder der Angst, sondern des Lichts. Mir tut es gut, mich daran zu erinnern, wenn ich von schrecklichen Nachrichten lese und höre: Wo Christus ist, wird die Welt hell! Das nimmt der Angst den Schrecken. Darauf will ich mich verlassen und die Hände falten und beten für die, die Schreckliches erleben.

Strahlen der Hoffnung

Vielleicht mit diesen Worten: „Herr Jesus Christus, du bist das Licht für alle Menschen. Wo du bist, da wird es hell. Hilf mir, dein Licht zu verbreiten. Bitte sei bei denen, die in Dunkelheit und Angst leben müssen. Sende ihnen Lichtstrahlen der Hoffnung, damit ihr Leben heller wird und freundlicher.“ Strenge Nachrichtendiät wie der Arzt vorschlägt, scheint mir keine Lösung zu sein. Was mir hilft, ist die Erinnerung an das Licht Jesus Christus. Er macht diese unruhige Welt hell. Und das, finde ich, macht die Angst klein.

Am vergangenen Sonntag sind wir im Gottesdienst Paulus mit seinen Überlegungen zum Licht und Dunkel nachgegangen. Seit Sonntag feiern wir unseren Gottesdienst im Gemeindesaal, der sich Corona-konform heizen und lüften lässt. Tatsächlich passen 54 Personen in den Gemeindesaal, ganz ähnlich wie in der Kirche. Unsere Kirche ist weiterhin täglich für Gebet, Andacht und Stille geöffnet. Der Kerzenbaum und die Gebetswand stehen zur regen Nutzung da.

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