Oftersheim

Josefshaus Petra Heilig referiert beim ökumenischen Frauenfrühstück zum Thema "Guter Umgang mit Veränderungen" / Teilnehmerinnen tauschen sich angeregt aus

Viele Dinge im Leben sind vergänglich

Oftersheim."Im Wandel wachsen - Zum guten Umgang mit Veränderungen" lautete das Thema des Vortrags von Petra Heilig (kleines Bild) beim 21. ökumenischen Frauenfrühstück. Munteres Plaudern und herzliches Lachen hauchten dem großen Saal im Josefshaus Leben ein. Behagliche Stimmung verbreiteten an diesem trüben Novembermorgen die brennenden Kerzen auf den liebevoll dekorierten Tischen sowie das mit Leckereien bestückte Büfett. Auf die zahlreichen Frauen, die sich zum ökumenischen Frauenfrühstück eingefunden hatten, wirkte dies äußerst einladend.

Zu Beginn begrüßte Hedwig Gutzki im Namen der Organisatoren die Anwesenden. "Ich freue mich", sagte sie, "wieder ein Thema gefunden zu haben, das Ihr Interesse geweckt hat. Somit sind wir gespannt auf den Vortrag, den uns Petra Heilig vom ökumenischen Bildungskreis Sanctclara aus Mannheim halten wird."

Bevor es losging mit dem Programm, war es Gutzki ein Bedürfnis, an das langjährige Teammitglied Ingeborg Heinrich zu erinnern, die im Juli dieses Jahres verstorben ist, "wir haben sie in den Vorbereitungen schmerzlich vermisst".

Doch gibt es schon neue Gesichter, die neben Gitta Butz, Karin Koch, Magda Straßer und Christa Stumm das Zusammensein organisieren, für das Frühstück einkaufen, es vorbereiten, die Tische eindecken und die Gäste verpflegen. Das sind Karin Kreitz, Gabriele Huckele und Heidrun Reutner-Weber. Letztere hat schon seit Jahren die musikalischen Beiträge an der Gitarre begleitet. Auch diesmal griff sie in die Saiten beim gemeinsam gesungenen Lied "Morgenlicht leuchtet" und sorgte so für eine schöne Einstimmung zum Frühstück.

Knackige Brötchen

Danach erklärte Magda Straßer das Büfett für eröffnet. Zur Wahl standen wie immer knackige Brötchen und Brotschnitte, Butter, Marmelade, Eier, verschiedene Käse- und Wurstsorten, Obst, Gemüse, Saft und natürlich frisch gebrühter Kaffee und Tee. Nachdem sich alle bedient und ihren Hunger gestillt hatten, sprach Petra Heilig zum Thema "Im Wandel wachsen" und wie man am besten mit Veränderungen im Leben umgehen kann.

Zunächst stellte sich die Referentin vor. Sie selbst musste große Veränderungen in ihrem Leben meistern, sagte Heilig: Nach 16 Jahren Tätigkeit beim deutschen Weltgebetstag-Komitee in Stein bei Nürnberg wechselte sie nach Mannheim, zum ökumenischen Bildungszentrum Sanctclara. "Das bedeutete für mich Veränderung der Stadt, des Berufs und der Tätigkeit, eine große Herausforderung", stieg sie ein in das Thema "Zum guten Umgang mit Veränderungen".

Ihr Vortrag lud jedoch nicht nur zum passiven Zuhören ein, im Gegenteil, sie bezog die Frauen mit ein und regte sie zu gegenseitigem Austausch und Gesprächen untereinander an. Zunächst teilte sie kleine Blätter mit Zitaten und Weisheiten zum Thema aus. Danach forderte sie alle auf, sich Gedanken über diese Aussagen zu machen und inwiefern sie sich mit eigenen Erfahrungen decken. Ihr Lieblingsspruch ist, "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung" von Wilhelm II. (1859 - 1941), weil er, wie sie sagte, recht haben könnte. Denn das Auto sei genauso vergänglich wie vieles andere im Leben.

Mondlandung war einschneidend

"Wir unterscheiden Veränderungen, die man selbst initiiert", so die Referentin, "und solche, die uns von außen zugeteilt werden. Blicken wir auf unser Leben zurück, gab es sicher Ereignisse, die uns, aber auch die Welt verändert haben" wie die Mondlandung zum Beispiel, ein Ereignis, das die Menschheit atemlos verfolgt habe. Auf die Frage, welche gesellschaftlichen Veränderungen für sie am eindrücklichsten waren, kamen Antworten von den Damen im Saal wie "die Wahl Trumps zum Präsidenten", "der Mauerfall", "11. September", "Tschernobyl" oder "die Flüchtlingswelle".

Zum Stichwort Wandel gab Petra Heilig den Frauen einige Konzepte mit, die helfen, mit einschneidenden Veränderungen zurechtzukommen, darunter Resillienz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Werteorientierung, Akzeptanz oder Beziehung und schloss ihren lebendig und informativ gestalteten Vortrag mit Hesses Gedicht "Stufen".

Dieses veranschaulicht besonders poetisch die Akzeptanz des Wandels. So gab sie gemeinsam mit dem Organisationsteam den Frauen viele Anstöße zum Nachdenken mit nach Hause.

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