Oftersheim

Interview Oberministrant Nicolas Frei spricht über die bevorstehende Wallfahrt nach Rom / „Minis“ aus der ganzen Region kommen mit / Engelsburg besichtigen

Vorfreude auf Audienz bei Papst Franziskus

Archivartikel

OFTERSHEIM/Region.Für die Ministranten, die „Minis“, von St. Kilian geht es auf Wallfahrt nach Rom. Schon am morgigen Sonntag werden sie im Gottesdienst um 10 Uhr ausgesendet. Aber sie gehen nicht allein auf die Reise, die „Minis“ aus Plankstadt und Schwetzingen sind mit im Boot – besser gesagt im Bus.

Oberministrant Nicolas Frei aus Oftersheim hat vieles mit Daniela Weissmann, die kürzlich als Verantwortliche ausgeschieden ist, in den vergangenen Jahren für die Ministranten aufgebaut, eine tolle Gemeinschaft ausgebildet. Wir haben ihn zur anstehenden Wallfahrt mit den „Minis“ befragt.

Herr Frei, die „Minis“ sind eine starke Gruppe. Wie geht das?

Nicolas Frei: Mit sehr viel Herzblut, Hingabe, Engagement und Arbeit haben Daniela Weissmann und ich die „Minis“ in Oftersheim so weit gebracht, wie sie momentan sind. Ein unbezahlbares Kollektiv, das immer mehr zueinander wächst, viel Vertrauen, Spaß und Freude sind ausschlaggebend für uns. Jedoch haben wir auch die Zusammenarbeit und den Kontakt zu Schwetzingen und Plankstadt sehr positiv entwickelt. Wir gehen zum ersten Mal gemeinsam auf die Wallfahrt.

Wie viele Minis gibt es zurzeit, welche Aufgaben haben sie?

Frei: Momenten sind wir 42 Ministranten. In der Kirche gibt es an einem „normalen“ Gottesdienst oder bei einer Eucharistiefeier reichlich Aufgaben, die zwei „Minis“ für die Gabenbereitung, zwei für Leuchter beim Evangelium, zwei für das Klingeln bei der Wandlung und etwa vier bis fünf „Minis“ für die Kollekte. An einem Hochfest kommt noch jemand für das Kreuztragen beim Ein- und Auszug sowie zwei Leuchter als Begleitung und zwei „Minis“ für Weihrauch dazu. Falls ein Lektor fehlt, übernehmen wir auch die Lesung.

Wie werden Ministranten richtig „ausgebildet“, wie alt sind die „Minis“?

Frei: Wir haben einmal im Monat unsere Gruppenstunde in verschiedenen Altersklassen. Ab der Kommunion kann man zu den Ministranten kommen, ganz klar wird in der Gruppenstunde das Ministrieren geübt, aber auch oft an den Gottesdiensten unter der Woche, die sind kürzer und bieten dennoch alle Aufgaben. Das ist sehr gut fürs Üben und Erklären auch nach dem Gottesdienst. Ab neun Jahren kann man zu den Ministranten kommen. Bei uns sind bis 18 Jahre fast alle Jahrgangsstufen vorhanden.

Treffen sich die Ministranten auch in der Freizeit oder gibt es feste Termine?

Frei: Wie schon gesagt, finden einmal im Monat unsere festen Gruppenstunden statt. Hier wird gespielt, gebastelt, über religiöse oder gesellschaftliche Themen geredet oder das Ministrieren geübt. Die inzwischen jugendlichen „Minis“ treffen sich durch die sehr, sehr guten Freundschaften und die Gruppengemeinschaft sehr oft im Gruppenraum zum Filmeschauen und mehr. Über das Jahr verteilt finden zahlreiche Übernachtungen und Aktionen statt.

Die Fahrt nach Rom – was bedeutet sie für Sie persönlich, – als Ministrant und für die Gruppe?

Frei: Für mich persönlich ist es alle vier Jahre wieder ein Erlebnis nach Rom zu kommen. Und zwar nicht als normaler Tourist, wie man zu jeder Zeit die Stadt besuchen könnte, sondern als Wallfahrer mit mehr als 70 000 Ministranten aus der Welt. Dabei noch den Papst hautnah bei einer Audienz zu sehen ist natürlich auch nichts, was man alle Tage erleben kann, wie auch ein Spaziergang in den normal nicht zugänglichen päpstlichen Gärten. 22 Ministranten sind erstmals dabei. Die Vorfreude ist da natürlich riesengroß. Für viele wird es sicherlich eine nachwirkende und erinnerungsvolle Reise werden.

Wann und wie geht es auf die Reise?

Frei: Wir werden das erste Mal zusammen als Seelsorgereinheit mit den „Minis“ aus Schwetzingen und Plankstadt fahren. Am Sonntagmorgen um 10 Uhr findet der gemeinsame Aussendungsgottesdienst in St. Kilian in Oftersheim statt. Abends um 18 Uhr fahren die Schwetzinger und Plankstadter „Minis“ zusammen und die Oftersheimer mit einer anderen Gemeinde zeitgleich mit Bussen los. In Mailand findet ein Wechsel der Busfahrer statt, bis auf ein paar Stopps an Raststätten wird komplett etwa 18 Stunden durchgefahren.

Was erwartet die Reisegruppe in Rom?

Frei: Zahlreiche Gottesdienste, gemeinsame Essen, eine Papstaudienz, eine Katakombenführung, der Besuch des Kolosseums, Zeit zur freien Verfügung und ein Besuch der Engelsburg.

Worauf freuen Sie sich persönlich und die Ministranten am meisten?

Frei: Auf eine unvergessliche Wallfahrt.

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